Los Angeles – Bosnien und Herzegowina hat im zweiten Gruppenspiel der Weltmeisterschaft eine herbe 1:4-Niederlage gegen die Schweiz kassiert. Das Team von Trainer Ivaylo Petev muss nun um den Einzug in die K.o.-Runde bangen. Nach der Pleite zeigte sich Kapitän Edin Dzeko (40) im Interview mit „Arena Sport“ enttäuscht und übte deutliche Kritik an der Leistung seiner Mannschaft.
Dzeko: „Schwere Niederlage durch Unachtsamkeit“
Der Stürmer des FC Schalke 04, der in diesem Spiel erstmals bei der WM zum Einsatz kam, analysierte die Partie nüchtern. „Das ist ein sehr deutliches Ergebnis, eine schwere Niederlage. In den letzten 20 Minuten haben wir nicht mehr durchgehalten. Wir haben alle Gegentore durch Unachtsamkeit kassiert. Bei einem solchen Turnier kann man es sich nicht leisten, auch nur einen einzigen Ball zu verschenken“, so Dzeko.
Schlüsselmoment Rote Karte
Als entscheidenden Wendepunkt nannte Dzeko den Platzverweis gegen Tarik Muharemovic in der 80. Minute, der nach einer Notbremse vom Platz gestellt wurde. „Als wir ein Tor kassiert und die Rote Karte bekommen haben, hätten wir uns darauf konzentrieren müssen, keine weiteren Gegentore mehr zuzulassen. Ich habe die Rote Karte nicht gesehen, aber es sieht so aus, als wäre er zu spät am Ball gewesen, und das war einer der Momente, die das Spiel entschieden haben“, erklärte der erfahrene Angreifer.
Blick nach vorn: Warnung vor Katar
Trotz des Frusts richtet Dzeko den Blick bereits auf das letzte Gruppenspiel. Am kommenden Mittwoch (21 Uhr, MagentaTV) trifft Bosnien in Seattle auf Katar. Dzeko warnt vor dem vermeintlichen Außenseiter: „Heutzutage spielt jeder Fußball, daher wird es sicherlich kein leichtes Spiel. Aber wir werden versuchen, uns auszuruhen, uns gut vorzubereiten und zu gewinnen, auch wenn diese heutige Niederlage sicherlich wehtut, wenn man bedenkt, dass es am Ende noch schlimmer hätte kommen können.“
Bosnien braucht Sieg für K.o.-Runde
Die Ausgangslage ist klar: Bosnien muss gegen Katar gewinnen, um die Gruppenphase zu überstehen. Die Katarer hatten zum Auftakt überraschend ein 1:1 gegen die Schweiz erkämpft. Sollte Bosnien nicht siegen, droht mit maximal zwei Punkten das frühe Aus als einer der vier schlechtesten Gruppendritten oder als Gruppenvierter. Die Mannschaft ist also gewarnt.



