Kurios: Nmecha betet nach 7:1-Sieg mit Curacao-Spielern am Mittelkreis
Nmecha betet nach 7:1-Sieg mit Curacao-Spielern

Kuriose Szene nach dem Abpfiff des WM-Auftakts: Nach der deutschen 7:1-Party gegen Curacao versammelten sich am Mittelkreis im Houstener NRG-Stadium mehrere Spieler beider Mannschaften. Die DFB-Stars Felix Nmecha (25) und Jonathan Tah (30) bildeten plötzlich einen Kreis mit Profis des Gegners, legten die Arme umeinander und senkten die Köpfe. Ein Bild mit Seltenheitswert und einer besonderen Aufklärung …

Nmecha betet mit Gegnern am Mittelkreis

Nach der Szene stand Schlüsselspieler Nmecha am ARD-Mikrofon und erklärte: „Wir sind im Spiel Gegner. Nach dem Spiel sind wir alle Christen und Brüder. Wir haben einfach ein kleines Gebet zusammen gemacht, weil wir alle sehr dankbar sind – auch die Curacao-Spieler.“ Und weiter: „Vom Ergebnis her ist es natürlich schön für uns, aber auch im Ganzen glauben wir alle, dass Jesus durch das Spiel verherrlicht wird. Deswegen sind wir zusammengekommen und haben zusammen gebetet.“ Übrigens: TV-Experte und Weltmeister Bastian Schweinsteiger (41/121 DFB-Einsätze) kommentierte die Nmecha-Erklärung anschließend mit einem „Amen“.

Eine besondere Szene gab es bereits vor dem Anpfiff, als Nmecha mit einer Bibel in den Händen aus dem Mannschaftsbus stieg. Hintergrund für die Aktionen: Nmecha ist gläubiger Christ, bekennt sich auch öffentlich regelmäßig zu seiner Religion. Er sorgte mit homophob bewerteten Posts in der Vergangenheit aber auch für Kontroversen. Schon vor Jahren hatte der Dortmund-Star mit nigerianischem Vater und deutscher Mutter erklärt: „Ich bin ein sehr gläubiger Christ. Alles, was ich tue, ist nicht für mich. Ich möchte anderen Leuten Freude mit den Fähigkeiten bereiten, die mir Gott gegeben hat.“

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Nmecha als Matchwinner

Letzteres ist ihm gegen Curacao unbestritten gelungen. Nmecha avancierte mit seinem Führungstreffer und einer starken Leistung zu einem der Matchwinner. Vor allem zeigte er, dass er im deutschen Spiel auch in Zukunft den Unterschied ausmachen kann. Nmecha: „Ich freue mich enorm. Ich realisiere gerade erst, was passiert ist. Das ist schon ein sehr besonderer Moment für mich und meine Familie, auch für uns als Mannschaft.“ Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) lässt ihn in der Mittelfeld-Zentrale selbst Entscheidungen treffen. Nmecha: „Er gibt mir diese Freiheit, selber das Gefühl zu haben, ob ich nach vorne gehe oder tiefer gehe, um mir den Ball zu holen.“

Auch von außen gibt es immer mehr Lob. Kollege Kai Havertz (26): „Er hat alles. So ein gutes Gesamtpaket: offensiv, intensiv, am Ball überragend, groß, körperlich stark.“ BILD-Experte Lothar Matthäus (65) in der Sendung „Lothar legt los“: „Ich glaube, dass Nmecha für mich ein Spieler ist, der bei dieser WM durch die Decke schießen kann.“ Fakt ist: Nmecha sorgt für Aufsehen – in jeglicher Hinsicht.

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