Reaktion nach Blitz-Aus in Leipzig: Warum Werner Klopp nicht erwähnte
Exakt 381 Wörter. So lang ist der Abschiedspost von Ole Werner (38) nach seinem Rauswurf bei RB Leipzig, den der Ex-Trainer am Donnerstagabend auf seinem extra dafür angelegten LinkedIn-Profil veröffentlicht hat. Werner ist nicht auf den üblichen Social-Media-Kanälen vertreten, sich ordentlich verabschieden wollte der gebürtige Kieler nach BILD-Informationen trotzdem – und das absolut wertschätzend.
Der gefeuerte Leipzig-Coach richtete sich dabei direkt an seine Mannschaft, die Mitarbeiter und die Leipzig-Fans. Selbst Geschäftsführer Marcel Schäfer (42), der Werner in der Nacht zum Mittwoch am Telefon im Malaysia-Urlaub feuerte, wird positiv erwähnt. „Ebenso möchte ich Marcel Schäfer und seinem Team in Leipzig für die vertrauensvolle und intensive Zusammenarbeit danken“, schreibt Werner. Wer dagegen in der Aufzählung fehlt? Jürgen Klopp (59)!
Der „Head of Global Soccer Sport“ wird trotz des ausführlichen Schreibens mit keinem Wort erwähnt – und das hat einen Grund. Werner wollte sich so verabschieden, wie er während seiner Zeit aufgetreten ist: freundlich und absolut sympathisch. Aus Enttäuschung über den Rauswurf schmutzige Wäsche zu waschen, wäre nicht Werners Stil. Er möchte das Positive hervorheben – vor allem bei den Leuten, mit denen er im Tagesgeschäft zu tun hatte.
Dass er dabei Klopp komplett ignoriert, ist zudem absolut nachvollziehbar. Als Experte bei MagentaTV hatte Klopp zwar betont, bei RB Leipzig nur „beratend tätig“ zu sein. Nach BILD-Informationen soll die Trainerlegende (Dortmund, Liverpool) aber die treibende Kraft für den Rauswurf gewesen sein. Vor einem Jahr hatte er die Arbeit von Werner bei seinen früheren Stationen Kiel und Bremen noch als „außergewöhnlich“ bezeichnet. Doch im Laufe der Saison kühlte das Verhältnis stark ab.
Bereits vergangenen Winter wie auch im Frühjahr, als die Ergebnisse zwischenzeitlich nicht stimmten, wollte Klopp den RB-Coach vor die Tür setzen. Sportgeschäftsführer Marcel Schäfer (42) blockte die Trennungswünsche während der Saison ab. Erst am Dienstagabend wurde dann gemeinsam entschieden, sich von Werner zu trennen. Werner bedankte sich bei Schäfer und seinem Team, während Klopp unerwähnt blieb – ein deutliches Zeichen der Enttäuschung, auch wenn Werner den Konflikt nicht öffentlich austrägt.



