Es ist das Spiel der Spiele in der Champions League: Bayern München trifft auf Paris Saint-Germain. Einer, der dieses Duell bestens kennt, ist Julian Draxler (32). Der Weltmeister stand selbst für Paris auf dem Platz – und weiß genau, was auf die Franzosen zukommt.
Draxler sieht 50:50-Chance
Im Gespräch mit BILD erklärt Draxler: „Das ist ein komplettes 50:50-Spiel. Ich bin selber total gespannt.“ Einen Favoriten sieht er nicht, auch wenn seine Sympathien klar sind: „Natürlich drücke ich PSG die Daumen, ich fühle mich immer noch sehr verbunden mit dem Klub.“
Für ihn ist das Halbfinale mehr als nur der nächste Schritt Richtung Titel. „Für mich ist das ein vorgezogenes Finale mit den beiden besten Mannschaften aktuell.“ Entscheidend seien Nuancen: „Die Tagesform und kleine Details werden das Spiel entscheiden.“ Gleichzeitig hofft er, dass der Fokus auf dem Sport bleibt: „Ich hoffe nicht, dass der Schiedsrichter das Spiel entscheidet, in welcher Weise auch immer.“
Draxler: „Sonst fressen sie dich auf“
Draxler hat selbst erlebt, wie sich Spiele gegen Bayern anfühlen. „Spiele gegen Bayern sind immer hart. Die Mentalität des ganzen Vereins merkt man in jeder Minute auf dem Platz. Dieses Mia san Mia, ‚Wir müssen gewinnen, wir sind Bayern‘.“ Seine klare Warnung an PSG: „Gegen Bayern musst du einfach alles herausholen. Sonst fressen sie dich auf.“
Die Erinnerungen sind gemischt. „Ich hatte natürlich die bittere CL-Final-Niederlage gegen die Bayern, aber wir haben sie auch schon mal aus dem Turnier gehauen.“ Klar ist für ihn: „Ich glaube, es braucht eine nahezu perfekte Leistung von PSG, um Bayern zu bezwingen – aber andersrum genauso.“
Respekt vor dem FC Bayern
Auch international genießt der FC Bayern laut Draxler größten Respekt. Er steht noch immer in Kontakt nach Paris, unter anderem mit Achraf Hakimi und Präsident Nasser Al-Khelaifi. „Die Menschen im Ausland, nicht nur in Paris, sondern überall, wo ich war, haben einen riesigen Respekt vor Bayern“, sagt Draxler. „Man glaubt es in Deutschland vielleicht nicht, aber auch die großen Superstars haben maximalen Respekt vor Bayern, weil sie einfach immer so stabil sind, eine geschlossene Einheit, die immer sehr schwer zu bespielen ist.“
Abschließend sagt er: „Es ist ähnlich wie mit Deutschland, zumindest damals. Das Team ist der Star – und davor haben die großen Stars maximalen Respekt.“



