DFB-Elf scheitert im Elfmeterschießen an Paraguay
DFB-Team nach Elfmeter-Drama gegen Paraguay ausgeschieden

Die deutsche Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft in Nordamerika ausgeschieden. Nach einem 0:0 nach Verlängerung unterlag das Team von Bundestrainer Hansi Flick im Elfmeterschießen gegen Paraguay mit 2:3. In Boston zeigte die DFB-Elf über weite Strecken eine ideenlose Vorstellung, steigerte sich nach der Pause, blieb im letzten Drittel aber zu harmlos.

Erste Halbzeit: Ideenlos und ohne Durchschlagskraft

In der ersten Halbzeit fand die deutsche Mannschaft kaum Mittel gegen die gut organisierte paraguayische Defensive. Die Offensive um Kapitän Ilkay Gündogan und Niclas Füllkrug kam zu keiner nennenswerten Torchance. Die größte Gelegenheit hatten die Südamerikaner, als ein Schuss von Miguel Almirón aus kurzer Distanz von Torwart Manuel Neuer entschärft wurde. Zur Pause hieß es torlos 0:0.

Zweite Halbzeit: Mehr Druck, aber keine Tore

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Deutschland den Druck. Trainer Hansi Flick brachte mit Jamal Musiala und Leroy Sané frische Offensivkräfte. Die DFB-Elf hatte nun mehr Ballbesitz und erspielte sich einige Halbchancen. Ein Kopfball von Füllkrug nach Flanke von Joshua Kimmich ging knapp am Tor vorbei (65. Minute). Auch ein Distanzschuss von Musiala wurde zur Ecke abgewehrt. Paraguay blieb gefährlich bei Kontern, doch Neuer hielt seinen Kasten sauber.

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Verlängerung: Kräftezehrender Kampf

In der Verlängerung waren beide Teams sichtlich ermüdet. Deutschland hatte noch einmal eine Großchance durch Kai Havertz, dessen Schuss aus kurzer Distanz von Paraguays Torwart Roberto Fernández abgewehrt wurde (108. Minute). Auf der Gegenseite scheiterte Almirón erneut an Neuer. So ging es ins Elfmeterschießen.

Elfmeterschießen: Deutsche Schwäche vom Punkt

Im Elfmeterschießen zeigte sich die mangelnde Treffsicherheit der deutschen Schützen. Während Paraguay alle drei Versuche verwandelte, vergaben Gündogan, Sané und Füllkrug vom Punkt. „Wir haben im Training viel an Elfmetern gearbeitet, aber heute hat es nicht geklappt. Es ist bitter, so auszuscheiden“, sagte Füllkrug nach dem Spiel. „Paraguay hat verdient gewonnen, sie waren im Elfmeterschießen abgezockter.“

Einzelkritik: Licht und Schatten

In der Einzelkritik zeigte sich ein gemischtes Bild. Torwart Manuel Neuer hielt sein Team mit starken Paraden im Spiel. In der Defensive überzeugten Antonio Rüdiger und Nico Schlotterbeck. Im Mittelfeld fehlte es an Kreativität, insbesondere bei Leon Goretzka und Gündogan. Die Joker Musiala und Sané brachten zwar Schwung, blieben aber im Abschluss glücklos. Stürmer Füllkrug kämpfte, vergab jedoch die entscheidenden Momente.

Fazit: Verdientes Aus

Das Ausscheiden ist insgesamt verdient. Deutschland zeigte über weite Strecken zu wenig Ideen und Durchschlagskraft. Paraguay nutzte seine Chancen im Elfmeterschießen eiskalt. Die Mannschaft um Kapitän Gündogan reist nun vorzeitig nach Hause und muss sich die Frage gefallen lassen, warum die Offensive so harmlos blieb. Der Bundestrainer steht in der Kritik, seine Einwechslungen verpufften wirkungslos.

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