Überraschende Rückkehr: Chris Jericho wieder bei AEW
In einer spektakulären Wendung hat die lebende Wrestling-Legende Chris Jericho nach knapp einem Jahr Abwesenheit überraschend zu All Elite Wrestling (AEW) zurückgefunden. Sein allgemein erwartetes Comeback bei der Konkurrenz World Wrestling Entertainment (WWE) scheint sich damit zerschlagen zu haben.
Dramatischer Auftritt in Winnipeg
Der 55-jährige Kanadier eröffnete die aktuelle Ausgabe der TV-Show Dynamite in seiner Heimatstadt Winnipeg. Jericho unterbrach dabei Kommentator Tony Schiavone, der eigentlich die Vertragsunterzeichnung zwischen Champion MJF und Kenny Omega für das kommende Großevent Dynasty am 12. April in Vancouver anmoderieren wollte.
Unter lautstarken „Welcome back“-Rufen der Fans betrat Jericho die Bühne im Canada Life Centre. Er griff zum Mikrofon und verkündete: „Winnipeg! AEW! I'm home“ – zu Deutsch: „Ich bin zu Hause“. Anschließend legte er das Mikrofon ab und ließ die emotionalen Reaktionen des Publikums auf sich wirken.
Ein Jahr Abwesenheit und intensive Spekulationen
Chris Jericho war seit dem 9. April 2025 von der Bildfläche der Wrestling-Welt verschwunden. Zuletzt hatte er sich enttäuscht von seiner Gruppierung Learning Tree um Big Bill und Bryan Keith abgewandt. Sein AEW-Vertrag wäre Berichten zufolge Ende 2025 ausgelaufen.
Die Gerüchteküche brodelte monatelang:
- Im August 2025 heizte der ehemalige WCW- und WWE-Star durch vielsagendes Social-Media-Verhalten Spekulationen über eine Rückkehr zur WWE an.
- Die Insider-Berichte verdichteten sich bis zum Punkt, an dem der Wechsel als ausgemachte Sache galt – viele erwarteten ihn beim ersten RAW 2026 oder spätestens beim Royal Rumble Ende Januar.
- Mitte Februar tauchten dann Berichte auf, dass AEW Jerichos Vertrag mit einer Klausel eingefroren haben könnte, was das sich anbahnende WWE-Comeback verzögert hätte.
Die Wende: Neue Gespräche und veränderte Lage
In den letzten Wochen begann das Gemunkel, dass Jericho und AEW sich doch auf eine Fortsetzung des Engagements geeinigt haben könnten. Ein Indiz: Der Kanadier ließ sich die Rechte am Trademark „Cornerstone“ (Grundstein) zum Patent anmelden – ein Spitzname, der besser zu AEW passt, wo er die erste prominente Verpflichtung nach der Gründung war.
Wenige Stunden vor der Dynamite-Ausgabe verkündeten die Branchen-Leitmedien Fightful und Wrestling Observer übereinstimmend eine veränderte Lage:
- Fightful berichtete von neuen Gesprächen zwischen Jericho und AEW.
- Observer-Chef Dave Meltzer vermeldete bei X, dass aus WWE-Kreisen verlauten würde, dass mit Jerichos Comeback dort „nicht sehr bald“ zu rechnen sei, „wenn überhaupt“.
Bedeutung für die Wrestling-Landschaft
Chris Jericho war nicht nur der erste World Champion von AEW, sondern gilt als eine der prägendsten Figuren der jungen Promotion. Seine Rückkehr bedeutet einen bedeutenden Coup für AEW im harten Kampf um die Aufmerksamkeit der Wrestling-Fangemeinde.
Die genauen Umstände der Wiederannäherung sind zwar noch unklar, doch für den Moment steht fest: AEW kann wieder auf einen seiner größten Namen bauen, während die WWE eine erhoffte Verstärkung verpasst hat. Die Wrestling-Welt bleibt gespannt, welche Rolle der „Cornerstone“ in der Zukunft von AEW spielen wird.



