BVB unterstützt KI-gestütztes Kompass-Modell: Regionalliga-Reform spaltet deutschen Fußball
BVB für KI-Modell: Regionalliga-Reform spaltet Fußball

BVB bezieht Stellung: Dortmund unterstützt innovatives KI-Modell für Regionalliga-Reform

Seit über einem Jahrzehnt sorgt die Struktur der Regionalligen für Diskussionen im deutschen Fußball. Jetzt liegen erstmals konkrete Vorschläge einer DFB-Arbeitsgruppe vor, die die fünf Staffeln auf vier reduzieren und allen Meistern den Aufstieg ermöglichen sollen. In dieser hitzigen Debatte hat sich nun erstmals Borussia Dortmund positioniert, dessen zweite Mannschaft direkt betroffen ist.

Dortmunds klare Präferenz für das Kompass-Modell

Paul Schaffran (38), Leiter des Nachwuchsleistungszentrums des BVB, erklärte gegenüber BILD: „Grundsätzlich stehen wir beiden vorgeschlagenen Modellen offen gegenüber, präferieren jedoch das sogenannte Kompass-Modell.“ Dieses innovative Konzept sieht vor, dass die zukünftig 80 statt 90 Viertligisten mithilfe künstlicher Intelligenz jährlich nach den kürzesten Fahrtstrecken in vier Staffeln eingeteilt werden.

Das Kompass-Modell stellt einen revolutionären Kompromiss dar, da sich dadurch alle fünf bestehenden Regionalligen bewegen müssten. Für die Dortmunder U23 würde diese Lösung neue Gegner wie Eintracht Trier, FSV Frankfurt oder Kickers Offenbach bedeuten, was die Regionalliga West deutlich aufwerten würde. Die Qualität würde sich in allen Regionen verdichten, was der Ausbildung der Nachwuchsspieler zugutekäme.

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Proteste der Bayern-Fans und Widerstand aus dem Osten

Dem Kompass-Modell steht das Regionen-Modell gegenüber, bei dem nur bayerische, nord- und ostdeutsche Mannschaften längere Auswärtsreisen in Kauf nehmen müssten. Diese Alternative ist besonders umstritten, da im Fußball-Osten publikumsträchtige Derbys vor bis zu 10.000 Zuschauern wegfallen könnten.

Die Fans des FC Bayern München verschärfen ihren Protest gegen den bayerischen Verbandspräsidenten Dr. Christoph Kern. Beim Spiel der Münchner Reserve in Burghausen zeigten sie Spruchbänder mit deutlichen Botschaften: „Regionalliga-Reformer. Danke, Dr. Kern - April, April... Eine Scheinlösung präsentieren, um den Besitzstand zu wahren. 2026 ist 2018 und Dr. Kern auch nur ein Dr. Koch!“

Daniel Meyer vom Halleschen FC äußerte sich besorgt: „Wir sind sehr gespannt auf die Reaktionen aus den Fanszenen. Die Entwicklung zeigt, wie sensibel dieses Thema ist. Dass das nicht ohne Widerhall bleiben wird, liegt auf der Hand.“

Verbandsblockaden und klare Forderungen

Im Hintergrund gelten WDFV-Präsident und DFB-Vize Peter Frymuth (69) zusammen mit Bayerns Verbandschef Dr. Christoph Kern (42) und Nord-Boss Ralph-Uwe Schaffert (75) als potenzielle Blockierer der Reform. Diese Funktionäre müssten für das Kompassmodell ihre traditionellen Verbandsstrukturen aufbrechen und modernisieren.

Borussia Dortmund stellt klare Erwartungen an den Westdeutschen Fußball-Verband. Schaffran betonte: „Unser sportlicher Leiter der U23, Ingo Preuß, steht mit dem Westdeutschen Fußball-Verband in engem und regelmäßigem Austausch zur Regionalliga-Reform. Wir erwarten, dass der Prozess weiterhin konstruktiv und lösungsorientiert vorangetrieben wird.“

Solidaritätsbündnis wächst

Neben den großen Bundesliga-Klubs haben sich vier weitere Oberligisten der Klub-Initiative „Aufstiegsreform“ angeschlossen. Dieses Solidarbündnis umfasst mittlerweile 74 Vereine, die geschlossen das Kompass-Modell unterstützen. Die Abstimmung der Klubs über die beiden Modelle steht noch aus und verspricht spannend zu werden.

Die Regionalliga-Reform entwickelt sich zu einem zentralen Konfliktthema im deutschen Fußball, bei dem traditionelle Strukturen auf innovative Lösungen treffen. Während Borussia Dortmund das KI-gestützte Kompass-Modell befürwortet, formiert sich insbesondere in Bayern und Ostdeutschland Widerstand gegen tiefgreifende Veränderungen.

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