Nach Ingolstadt-Sieg: Bichsel warnt Saarbrücken vor Selbstgefälligkeit
Der 1. FC Saarbrücken hat mit dem 1:0-Heimsieg gegen Ingolstadt einen wichtigen Schritt im Abstiegskampf der 3. Liga gemacht. Mit nun 36 Punkten und einem Vorsprung von 8 Punkten auf den Verfolger SSV Ulm scheint die akute Gefahr zunächst gebannt. Doch Verteidiger Joel Bichsel, der nach seiner starken Leistung gegen Ingolstadt von den Fans zum Spieler des Spiels gewählt wurde, warnt eindringlich vor Selbstzufriedenheit.
'Uns wird in dieser Liga nichts geschenkt'
'Der Sieg hat natürlich beflügelt, aber wir haben aus den letzten Wochen gelernt, dass man sich darauf nicht ausruhen darf', erklärt der 24-jährige Schweizer vor dem Mittwochsspiel gegen Alemannia Aachen (19 Uhr). 'Uns wird in dieser Liga nichts geschenkt. Wir müssen jeden Gegner ernst nehmen, besonders wenn er wie Aachen aktuell in Topform ist.'
Trainer Argirios Giannikis teilt diese Einschätzung voll und ganz. Der 45-Jährige analysiert den nächsten Gegner genau: 'Man muss schon sagen, dass Aachen im Moment so etwas wie die Mannschaft der Stunde ist: Fünf Siege am Stück, zweitbestes Rückrundenteam, zweitbestes Auswärtsteam.' Dennoch zeigt sich Giannikis zuversichtlich: 'Ich vergleiche es ein bisschen damit, als Wehen Wiesbaden damals ähnlich erfolgreich zu uns kam. Und wir waren dennoch in der Lage, sie im Heimspiel zu schlagen. So werden wir das auch gegen Aachen wieder versuchen.'
Personelle Verstärkungen und die 40-Punkte-Marke
Personell kann Giannikis fast aus dem Vollen schöpfen. Stürmer Kai Brünker (31) kehrt nach abgesessener Gelbsperre zurück. Besonders erfreulich ist die Rückkehr von Kapitän Sven Sonnenberg (27) ins Mannschaftstraining nach einer Muskelverletzung. 'Ich denke, dass für ihn das Spiel noch zu früh kommt', schätzt Giannikis, 'aber wir sind glücklich, dass er wieder ganz nah dran ist.'
Mit den aktuellen 36 Punkten könnte der FCS mit einem Heimsieg den Anschluss ans untere Tabellenmittelfeld wiederherstellen. Giannikis hat ein klares Ziel vor Augen: 'Ich hätte nichts dagegen, wenn wir die 40 Punkte schnellstmöglich erreichen. Ich weiß aber auch, dass die 3. Liga kein Wunschkonzert ist und dass alle Spiele sehr intensiv sind. Es ist kein Selbstläufer, Spiele zuhause zu gewinnen. Wir müssen uns das alles ganz intensiv erarbeiten.'
Die Mannschaft steht also vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits die positive Stimmung nach dem Ingolstadt-Sieg mitzunehmen, andererseits die nötige Konzentration gegen den aktuell formstärksten Gegner der Liga aufzubringen. Die Warnung von Joel Bichsel sollte allen Spielern im Ohr klingen, wenn am Mittwochabend Alemannia Aachen im Ludwigsparkstadion zu Gast ist.



