Fußball-Landespokal: BFC Dynamo entgeht knapp der Blamage und erreicht Finale
Der BFC Dynamo stand beim Fußball-Oberligisten Sparta Lichtenberg kurz vor dem überraschenden Aus im Berliner Landespokal. In einer dramatischen Begegnung setzte sich der Regionalligist erst in der Verlängerung mit 6:3 durch und zog damit ins Endspiel ein. Das Spiel wurde jedoch von schweren Ausschreitungen und Polizeieinsätzen überschattet.
Dramatischer Spielverlauf mit früher Führung und spätem Ausgleich
Vor 1.050 Zuschauern auf dem ausverkauften Paul-Kalkbrenner-Sportfeld mit Kunstrasenplatz ging der BFC Dynamo durch Levin Mattmüller bereits in der 7. Minute in Führung. Der in der Meisterschaft seit Monaten kriselnde Verein schien zunächst die Kontrolle zu übernehmen. Doch Sparta Lichtenberg drehte das Spiel durch Tore von Dominic Schmüser in der 39. Minute und Berkin Tonk in der 49. Minute zu einem 2:1-Vorsprung.
Kurz vor Ende der regulären Spielzeit glich Lloyd-Addo Kuffour in der 89. Minute zum 2:2 aus. Dabei blieb es bis zum Ende einer neunminütigen Nachspielzeit, die auch durch Jubel von BFC-Fans verlängert wurde, die Barrieren übersprangen.
Verlängerung mit Torschützenfest und Eskalationen
In der Verlängerung traf Marko Trojanovic zunächst zum 3:2 für Sparta Lichtenberg in der 95. Minute. Doch der BFC Dynamo schlug zurück: Der dreifache Torschütze Leander Fritzsche traf in der 101., 107. und 128. Minute, während Rufat Dadashov in der 103. Minute das 5:3 erzielte. Damit stand der 6:3-Endstand fest.
Nach dem 3:5 wurde die Partie für elf Minuten unterbrochen, weil BFC-Anhänger außerhalb des Vereinsgeländes Pyrotechnik zündeten. Polizeikräfte eilten herbei, es kam zu Auseinandersetzungen. Weil wohl auch Pyrotechnik von draußen nach innen geworfen wurde, unterbrach Schiedsrichter Julius Hanft in der 110. Minute das Spiel erneut für elf Minuten.
Rote Karte und historische Vorgeschichte
Zuvor hatte es in dieser Phase eine Rudelbildung zwischen den Spielern beider Teams gegeben, nach der Sparta-Kapitän Ömer Toktumur die Rote Karte sah. Vor drei Jahren konnte Sparta Lichtenberg den BFC Dynamo im Semifinale mit 5:1 aus dem Wettbewerb werfen, ebenfalls daheim auf Kunstrasen. Der damalige Berlin-Ligist scheiterte 2023 im Endspiel am Oberligist TuS Makkabi mit 1:3 nach Verlängerung.
Der BFC Dynamo kann nun auf eine Titelverteidigung im Berliner Landespokal hoffen. Gegner im Finale am 23. Mai im Mommsenstadion ist Regionalligist VSG Altglienicke, der am Tag zuvor Ligakonkurrent Hertha Zehlendorf mit 4:0 besiegt hatte. Damit bleibt auch die Hoffnung auf einen Auftritt in der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde in der kommenden Spielzeit bestehen.



