Bayern und Engländer im Wettstreit: Kölns Mega-Talent Said El Mala im Fokus
Die Aufmerksamkeit um den 19-jährigen Offensivspieler Said El Mala vom 1. FC Köln reißt nicht ab. Trotz einer klaren WM-Ansage von Bundestrainer Julian Nagelsmann halten sowohl der FC Bayern als auch mehrere renommierte Klubs aus der englischen Premier League den Youngster weiterhin auf ihrer Beobachtungsliste. Die Situation entwickelt sich zu einem spannenden Transferpoker, der den kommenden Sommer prägen könnte.
Nagelsmanns deutliche Worte an den Youngster
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat in einem Interview mit dem "Kicker" unmissverständlich klargemacht, dass für Said El Mala der Platz im WM-Kader für die USA, Mexiko und Kanada keineswegs gesichert ist. "Es ist noch mal ein Unterschied, ob du bei Bayern oder bei Köln bist", so Nagelsmann. Der Nationalcoach forderte den Außenstürmer auf, einfach mehr Spielzeit beim aktuellen Tabellendreizehnten zu bekommen. Ohne regelmäßige Einsätze in der Startelf des 1. FC Köln drohe der Verlust des WM-Tickets.
Diese Ansage ist keine Kritik an Köln-Trainer Lukas Kwasniok, dessen Verhältnis zu El Mala als eher unterkühlt beschrieben wird. Nagelsmann betonte vielmehr, dass der junge Spieler seinem Trainer zeigen müsse, dass man sich stets auf ihn verlassen könne. Erst dann werde ein Trainer dieses Top-Talent auch konsequent einsetzen. Der Ball liege damit im Feld des 19-Jährigen selbst.
Anhaltendes Interesse aus England und München
Trotz der jüngeren Entwicklungsstagnation hat das Marktinteresse an El Mala keineswegs nachgelassen. Mehrere Vereine aus der Premier League beobachten den Flügelspieler weiterhin intensiv. Im Kölner Rhein-Energie-Stadion sitzen regelmäßig Scouts englischer Klubs auf der Tribüne, wobei insbesondere Brighton & Hove Albion konkrete Ambitionen hegt.
Der gebürtige Krefelder bringt mit seiner körperlichen Robustheit, seinem hohen Tempo und seiner ausgeprägten Dribbelstärke ideale Voraussetzungen für die wohl stärkste Liga der Welt mit. Im Winter scheiterte Brighton mit einem Angebot knapp unter 30 Millionen Euro, da Köln mehr Geld für sein Juwel verlangt. Diese Summe würde auch für einen möglichen Wechsel zum FC Bayern gelten, wo El Mala zunächst als Backup für Luis Díaz agieren könnte.
Eberls diplomatische Worte und Kölns Verhandlungsposition
Bayern-Sportvorstand Max Eberl äußerte sich vor wenigen Wochen wohlwollend über den Youngster: "Es macht Spaß, ihm beim Fußball spielen zu sehen." Auf die direkte Frage, ob El Mala ein Spieler für die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany sei, antwortete er jedoch diplomatisch: "Da müssen sie die Kölner Kollegen fragen, was sie von ihm halten. Er ist beim FC unter Vertrag." Dieser Vertrag läuft offiziell noch bis 2028.
Der 1. FC Köln hat keine Ausstiegsklausel in El Malas Arbeitspapier vereinbart, behält sich aber laut Informationen die Tür für einen Abgang vor oder nach der Weltmeisterschaft offen. Im besten Fall würde der Verein den Spieler nach einer starken WM-Teilnahme mit einer Rekordablöse ziehen lassen. Die bisherigen Rekordabgänge sind Anthony Modeste (29 Millionen Euro zu TJ Tianhai) und Lukas Podolski (15 Millionen Euro zum FC Arsenal).
Die entscheidende Phase für El Malas Zukunft
Für Said El Mala beginnt nun die entscheidende Phase seiner jungen Karriere. Um sich sowohl den WM-Kaderplatz als auch die Aufmerksamkeit der Top-Klubs zu sichern, muss er sich einen Stammplatz in der Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok erkämpfen. Seine Zukunft beim DFB-Team und möglicherweise auch beim 1. FC Köln hängt maßgeblich von seinen Leistungen in den kommenden Monaten ab.
Der Sommer könnte somit zum Schauplatz eines spannenden Wettbietens um das Kölner Talent werden, wobei sowohl deutsche als auch englische Top-Klubs bereitstehen, um in den Transferpoker einzusteigen. Für El Mala geht es darum, die Erwartungen zu erfüllen und den Titel eines "Kölsche Prinz" verdient zu tragen.



