Atubolu und Freiburg geben sich kämpferisch nach Last-Minute-Pleite
Der SC Freiburg hat im Halbfinal-Hinspiel der Europa League eine bittere 1:2 (1:1)-Niederlage bei Sporting Braga hinnehmen müssen. Torwart Noah Atubolu, der als tragischer Held des Abends galt, zeigte sich dennoch kämpferisch. „Nichts ist vorbei“, sagte der 24-Jährige nach dem Spiel. „Im Rückspiel ist alles möglich. Wir sind so gut zu Hause. Wir glauben an uns.“
Heimstärke als Trumpf
Der Fußball-Bundesligist benötigt nun seine beeindruckende Heimstärke, um am Donnerstag kommender Woche erstmals in ein Europacup-Endspiel einzuziehen. Der SC hat alle seine Heimspiele in der laufenden Europa-League-Saison gewonnen. Das Finale am 20. Mai in Istanbul ist somit weiterhin in Reichweite.
Der Spielverlauf
Vincenzo Grifo, der Rekordtorschütze des SC Freiburg, hatte in der 16. Minute den frühen Rückstand durch Demir Ege Tiknaz (8.) ausgeglichen. Torwart Noah Atubolu hielt zudem einen Foulelfmeter in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45.+2). Doch in der 92. Minute unterlief dem umworbenen Keeper ein folgenschwerer Fehler: Beim entscheidenden Gegentor von Mario Dorgeles ließ Atubolu den Ball vor die Füße des Gegners prallen. Atubolu, der dem Vernehmen nach vor einem Abschied aus dem Breisgau steht, zeigte sich selbstkritisch: „So ein unnötiges Gegentor, das ist unfassbar. Wir machen es uns selbst schwer. Das Problem war, dass ich den Ball nicht sehe.“
Reaktionen
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus kritisierte Atubolu deutlich: „In dieser Szene sieht er schlecht aus.“ Trainer Julian Schuster zeigte sich ebenfalls verärgert: „Das späte Gegentor ist sehr, sehr ärgerlich.“ Dennoch gab er sich optimistisch: „Es ist erst die Hälfte gespielt. Zu Hause mit den Fans ist alles möglich. Aber ein paar Dinge müssen wir besser machen.“ Auch Vincenzo Grifo blickte nach vorne: „Das Ende überwiegt leider, das Tor tut uns weh. Aber ich glaube, dass wir zu Hause eine große Wucht haben.“
Der SC Freiburg empfängt Sporting Braga am kommenden Donnerstag zum Rückspiel. Die Mannschaft ist entschlossen, die erste Finalteilnahme der Vereinsgeschichte zu realisieren.



