Saragossas Keeper Andrade entschuldigt sich nach Gewaltausbruch
Andrade entschuldigt sich für Ausraster

Nach seinem aufsehenerregenden Ausraster hat sich Torhüter Esteban Andrade vom spanischen Fußball-Zweitligisten Real Saragossa für seinen gewalttätigen Kontrollverlust auf dem Feld entschuldigt. Der Argentinier äußerte sich am Tag nach dem Vorfall in einer öffentlichen Erklärung und zeigte sich reumütig.

Andrade entschuldigt sich bei Gegenspieler

„Ich bereue zutiefst, was passiert ist. Das wirft kein gutes Licht auf den Verein, auf die Menschen und auf einen Profi wie mich“, sagte der 35-Jährige. Andrade hatte bei Saragossas 0:1-Niederlage im Abstiegsderby bei SD Huesca Innenverteidiger Jorge Pulido nach einem Wortgefecht wegen einer Schiedsrichterentscheidung zu Boden geschubst. Nach dem fälligen Platzverweis versetzte der Leihspieler von CF Monterrey dem bereits wieder aufgestandenen Abwehrspieler mit voller Kraft einen Schlag ins Gesicht. „Ich möchte Jorge um Verzeihung bitten, denn wir sind Kollegen“, erklärte Andrade am Montag.

Drohende Sperre und vereinsinterne Konsequenzen

Trotz seiner späten Einsicht dürfte der Schlussmann den Endspurt seines Klubs um den Klassenerhalt nur noch als Zuschauer erleben. Das Disziplinarreglement des spanischen Verbandes lässt eine Sperre zwischen elf und 16 Spielen möglich erscheinen. Auch durch Real Saragossa muss der Routinier Konsequenzen befürchten: „Wir wurden Zeugen von Szenen, die diesem Sport nicht würdig sind und niemals hätten passieren dürfen“, erklärte die Vereinsführung. Der Klub verurteile „aufs Schärfste, was in diesem Moment geschehen ist, denn dies hat ein für unsere Region besonders wichtiges Fußballspiel in unzumutbarer Weise getrübt – etwas, das nicht hinnehmbar ist. Was unseren Spieler Esteban Andrade betrifft, so wird der Verein die Geschehnisse untersuchen und entsprechende disziplinarische Maßnahmen ergreifen.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Andrade zeigt Einsicht

Andrade begründete seinen Gewaltausbruch mit einer „Extremsituation“. Er habe „die Beherrschung verloren“ und letztlich überreagiert: „Ich würde das nicht wieder tun, denn ich bin eine Person des öffentlichen Lebens und ein Profi mit langjähriger Karriere.“ Offenbar will der Keeper bei der Festlegung der Strafe für sein Verhalten gar nicht auf sportjuristische Spitzfindigkeiten setzen: „Ich bin bereit, mich den Entscheidungen zu fügen.“

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration