2. Bundesliga: Münster nähert sich dem Abstieg – Hannover siegt
2. Bundesliga: Münster dem Abstieg nah – Hannover siegt

Samstagsspiele im Überblick: Abstieg von Zweitliga-Klub rückt immer näher

Alois Schwartz (59) steht mit Münster mit dem Rücken zur Wand. Gestern haben die Kellerkinder Düsseldorf und Braunschweig vorgelegt. Heute musste die Konkurrenz nachziehen. Münster empfing Bielefeld zum Abstiegskracher. Auch Kiel versuchte in Berlin, den Abstiegskampf hinter sich zu lassen. Und Hannover wollte auswärts bei Karlsruhe an der Spitze dranbleiben. Die 2. Bundesliga im Überblick.

Münster – Bielefeld 2:3 (1:3)

Führungswechsel, Traumtor, Emotionen: Dieses Kellerduell hatte alles. Direkt zu Beginn schockte Münster Bielefeld im Westfalenderby und ging durch Yassine Bouchama (28) bereits in der 3. Minute in Führung. Doch Bielefeld zeigte sich wenig beeindruckt. Per Doppelschlag drehten Monju Momuluh (24/11.) und Roberts Uldrikis (28/16.) die Partie innerhalb von fünf Minuten – alles noch in der Anfangsviertelstunde.

Auch im weiteren Spielverlauf wurde das Spiel alles andere als langweilig. In der 25. Minute traf Münster nach einer Ecke gleich doppelt Aluminium. Doch Bielefeld stach erneut, und zwar sehenswert. Einen langen Einwurf verlängerte Uldrikis auf Mael Corboz (31/34.), der den Ball mit der Hacke hinter dem Rücken unhaltbar ins Tor fälschte.

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Den Rest der Partie lief Münster bemüht an, gelang durch Imad Rondic (27/86.) sogar noch der Anschluss. Das Spiel konnte Münster zu seinen Gunsten aber nicht mehr drehen. Bielefeld verschaffte sich durch den Auswärtsdreier Luft im Abstiegskampf und hat nun auf Platz 13 zwei Punkte Abstand vor einem direkten Abstiegsplatz. Münster hingegen muss leider zusehen, wie die Konkurrenz munter punktet. Drei Spieltage vor Schluss hat der Tabellenletzte schon fünf Punkte Abstand auf den Relegationsplatz.

Tore: 1:0 Yassine Bouchama (3.), 1:1 Monju Momuluh (11.), 1:2 Roberts Uldrikis (16.), 1:3 Mael Corboz (34.), 2:3 Imad Rondic (86.)

Hertha – Kiel 0:1 (0:0)

VAR-Frust bei Hertha-Pleite! Bei bestem Wetter startete die „Alte Dame“ im Sondertrikot furios und traf bereits in der 2. Minute durch Josip Brekalo (27/dessen Vertrag sich durch seinen Einsatz automatisch verlängert). Doch der VAR meldete sich und nahm den Treffer aufgrund einer vorausgegangenen Abseitsstellung von Luca Schuler (27) zurück.

Kurz vor der Pause dann der zweite VAR-Dämpfer für die Berliner. Schiedsrichter Robert Kampka (44) zeigte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nach einem Foul an Linus Gechter (22) im Strafraum auf den Punkt. Doch wieder wurde die Entscheidung wegen einer Abseitsstellung zurückgenommen. Beide Entscheidungen waren korrekt, aber bitter für Hertha.

Schlimmer wurde es für die Berliner in Durchgang zwei. Kiel, das 0,0 Expected Goals in der ersten Halbzeit hatte, ging durch Jonas Therkelsen (22) in der 63. Minute urplötzlich in Führung. Der Joker hämmerte den Ball im Strafraum-Gewusel aus wenigen Metern in die Maschen. Berlin dominierte auch die Schlussphase, konnte sich aber nicht belohnen. Kiel rang der Hertha einen Dreier ab.

Parallel wurde das Spiel von einer zehnminütigen Phase überschattet, in der der Fan-Support eingestellt wurde, weil es einen Sanitätereinsatz im Gästeblock gab.

Tore: 0:1 Jonas Therkelsen (63.)

Karlsruhe – Hannover 1:3 (1:1)

Bigpoints im Aufstiegsrennen für Hannover! Früh zeigten die Hannoveraner ihre ganze Klasse und unterstrichen, warum die Niedersachsen um den Aufstieg spielen. Eine Tiki-Taka-Kombi über halbrechts spielte Mustapha Bundu (29/18.) frei, der gekonnt ins lange Eck abschloss – Bundus zweiter Saisontreffer. Sein erstes Tor erzielte er beim 3:0-Sieg in der Hinrunde ebenfalls gegen Karlsruhe.

Im weiteren Spielverlauf erspielte sich Karlsruhe aber immer mehr Chancen. In der 40. Minute vergab Philipp Förster (31) noch eine Großchance. In der 44. Minute fiel schließlich der verdiente Ausgleich. Routinier Fabian Schleusener (34) nahm eine Flanke frei stehend im Strafraum an und netzte passgenau über den Innenpfosten ein.

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Doch Hannover bewies das Siegergen, das es braucht, um im Aufstiegsrennen mitzureden. Joker Kolja Oudenne (24/82.) setzte sich per Tunnel-Solo halblinks am Strafraum durch und traf zum 2:1‑Siegtreffer. Ein letztes Aufbäumen von Karlsruhe konnte Hannover abwehren. In der Nachspielzeit gab es noch einmal Strafstoß für Hannover. Den vergab Stefan Teitur Thordarson (27), doch Keeper Hans Christian Bernat (25) stand vor der Linie. Den Wiederholungselfer versenkte Daisuke Yokota (25) souverän.

Damit schob sich Hannover auf den Relegationsplatz vor, einen Punkt hinter dem Tabellenzweiten Paderborn.

Tore: 0:1 Mustapha Bundu (18.), 1:1 Fabian Schleusener (44.), 1:2 Kolja Oudenne (82.), 1:3 Daisuke Yokota (90+10)