Fußball-Bundesligist RB Leipzig wird seinen Senkrechtstarter Yan Diomande trotz des großen Interesses von Paris Saint-Germain vorerst nicht abgeben. „Yan Diomande spielt nächstes Jahr für RB Leipzig. Und davon rücken wir auch nicht ab“, sagte RB-Sportchef Marcel Schäfer zu „Bild“. Es werde der Zeitpunkt kommen, an dem man Diomande den nächsten Schritt ermögliche. „Aber nicht dieses Jahr.“
Keine finanzielle Schmerzgrenze für Leipzig
Für den 19 Jahre alten Ivorer, für den Leipzig ein Angebot des FC Liverpool über 100 Millionen Euro angeblich schon abgelehnt hatte, gebe es laut Schäfer auch keine finanzielle Schmerzgrenze. Nach dpa-Informationen plant Leipzig, den noch bis 2030 gültigen Vertrag von Diomande zu für den Spieler besseren Konditionen anzupassen.
Mehrere Medien hatten zuvor berichtet, dass Diomande sich mit Paris auf einen Vertrag über fünf Jahre geeinigt habe. Auch Gespräche zwischen dem Champions-League-Sieger und Leipzig sollen stattgefunden haben.
Mintzlaff zeigt sich entspannt
Im April hatte Leipzigs Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff bereits betont, er sei in der Causa Diomande ganz entspannt. „Wenn ich Geschäftsführer Sport wäre, würde ich diesen jungen Spieler, der gerade erst noch nicht mal eine komplette Saison bei uns ist, auch nicht verkaufen, egal welcher Preis dort aufgerufen wird“, sagte der 50-Jährige.
Leihmodell wie bei Keïta möglich
Ein Wechsel zu PSG ist damit nicht vom Tisch. Spekuliert wird über ein Transfermodell, nachdem die Franzosen Diomande bereits in diesem Sommer kaufen, ihn aber noch für ein Jahr nach Leipzig verleihen. Nach diesem Konzept war RB bereits 2017 bei Naby Keïta verfahren. Der Mittelfeldspieler wurde an Liverpool verkauft, spielte aber noch bis 2018 in Leipzig.
Transfergewinn wäre beachtlich
RB hatte Diomande erst vor einem Jahr für 20 Millionen Euro vom spanischen Zweitligisten CD Leganes verpflichtet. Durch seine Leistungen wurden schnell die europäischen Top-Clubs aufmerksam und es kamen immer wieder Gerüchte auf, dass der Ivorer schon nach der ersten Saison die Bundesliga wieder verlassen könnte. Zumal Diomande keinen Hehl daraus macht, dass potenzielle Kandidaten wie Liverpool und PSG zu seinen Lieblingsmannschaften zählen.



