Ein Urlaubsflieger von Tui Airways sorgte am Samstag für einen Schreckmoment auf Mallorca. Die Boeing 737, die aus Dublin kam, schlug bei der Landung auf dem Flughafen Palma de Mallorca mit dem Heck auf der Landebahn auf und musste durchstarten. Nach Angaben spanischer Medien setzte die Maschine bei dem Landeversuch auf der Piste 24L auf.
Trümmerteile auf der Piste
Der Aufprall war so stark, dass sich Teile der Boeing lösten und auf der Landebahn liegen blieben. Die Schäden an der Unterseite des Flugzeugs sind deutlich sichtbar. Die Landebahn 24L wurde sofort gesperrt, weil die Trümmer eine Gefahr darstellten. Mehrere Flugzeuge mussten ihren Landeanflug abbrechen und wurden auf die Parallelbahn 24R umgeleitet.
Trotz der Beschädigung blieb die Boeing steuerbar. Die Crew meldete per Funk den Dringlichkeitscode „PAN PAN“ und erhielt Vorrang bei der Landung auf der zweiten Landebahn. Ein bereits im Endanflug befindliches Flugzeug musste sofort ausweichen.
Beide Landebahnen zeitweise gesperrt
Nach der sicheren Landung blieb die Boeing zunächst auf der Piste stehen, damit die Flughafenfeuerwehr eine erste Sichtkontrolle durchführen konnte. Während dieser Zeit war auch die zweite Landebahn für wenige Minuten gesperrt, sodass beide Start- und Landebahnen des Flughafens Palma gleichzeitig außer Betrieb waren. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.
Für zusätzliche Anspannung im Tower sorgte eine weitere Maschine, die während der Sperrung „Minimum Fuel“ – also knappe Treibstoffreserven – meldete. Einen Notfall erklärte die Crew jedoch nicht. Dank des schnellen Einsatzes der Reinigungskräfte konnte die Landebahn 24L zunächst wieder freigegeben werden, wenig später folgte die 24R. Keines der betroffenen Flugzeuge musste zu einem Ausweichflughafen umgeleitet werden.
Untersuchung läuft
Jetzt untersuchen Luftfahrtermittler und Ingenieure den Vorfall. Sie wollen klären, warum die Boeing mit dem Heck aufsetzte und ob Wind, ein Pilotenfehler oder ein technischer Defekt die Ursache waren. Außerdem prüfen sie, wie schwer die Schäden an der Rumpfstruktur sind. Bis zum Abschluss der Untersuchungen bleibt die Maschine am Boden.



