Berater erhebt schwere Vorwürfe nach Kader-Knall beim TSV 1860
Berater kritisiert Kommunikation nach Kader-Knall bei 1860

Kader-Knall beim TSV 1860: Sechs Spieler müssen gehen

Am 23. April 2024 sorgte Oliver Mueller, damaliger Finanzboss des TSV 1860 München, mit einer PowerPoint-Präsentation für Aufsehen. Sein Ziel: „Bis 2029 sind wir die Nummer zwei im Freistaat!“ Heute, zwei Jahre später, ist Mueller fristlos entlassen und streitet sich vor Gericht mit dem Verein um eine sechsstellige Summe. Sportlich geht es für die Löwen in die neunte Drittliga-Saison. Nun folgt der nächste Paukenschlag: Sportgeschäftsführer Manfred Paula verkündete in einer Videobotschaft, dass die auslaufenden Verträge von sechs Spielern nicht verlängert werden.

Die betroffenen Spieler

Kapitän Jesper Verlaat (29), sein Vertreter Thore Jacobsen (29), Raphael Schifferl (26) sowie Maxi Wolfram (29), David Philipp (26) und Morris Schröter (30) müssen den Verein verlassen. Paula sprach von einer „menschlich sehr schweren Entscheidung“, betonte aber: „Am Ende des Tages mussten wir sie treffen, um in der nächsten Saison sportlich erfolgreich sein zu können.“

Besonders der Abgang von Verlaat wiegt schwer. Der Niederländer hielt seit 2022 die Defensive zusammen, absolvierte 108 Drittligaspiele und erzielte sieben Tore. Mit ihm im Team hatte 1860 einen besseren Punkteschnitt. Allerdings ist Verlaat als Topverdiener teuer und zuletzt oft verletzt. Paula erklärte: „Der beste Spieler der Mannschaft kann nicht helfen, wenn er über große Strecken der Saison nicht trainings- und spielfähig ist.“

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Berater erhebt Vorwürfe

Thore Jacobsens Berater Danny Bachmann kritisierte die Kommunikation des Vereins: „Grundsätzlich wäre für Thore eine Verlängerung denkbar gewesen. Darüber sprechen wollte mit uns niemand, der Verantwortliche war für mich telefonisch nicht zu erreichen.“ Auch Jacobsen galt als zuverlässiger Mittelfeldspieler, der sich in der Vergangenheit höherklassig bewiesen hat.

Der TSV 1860 muss wohl den Etat deutlich senken. Für die Saison 2025/26 standen 6,3 Millionen Euro zur Verfügung, für 2026/27 werden etwa zwei Millionen weniger erwartet. Daher müssen teure Spieler von der Gehaltsliste. Zudem setzt der Verein verstärkt auf die Jugend. Paula glaubt, Stürmer Sigurd Haugen halten zu können, und stellt punktuelle Verstärkungen in Aussicht.

Ob der radikale Verjüngungskurs zum Erfolg führt und 1860 bis 2029 Bayerns Nummer zwei wird, bleibt abzuwarten. Die Zeit drängt.

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