Warnow-Brücke: Gefahren durch belastete Böden an der Ostsee
Warnow-Brücke: Gefahren durch belastete Böden

Der Bau der 541 Meter langen Warnow-Brücke in Rostock beginnt im September 2026 und verspricht, die Stadt zu verändern. Doch das Projekt birgt Herausforderungen: Der Boden rund um die Warnow ist mit Schadstoffen belastet.

Schadstoffbelastung im Boden

Bis zum 31. Juli läuft die Ausschreibung für den Bau. Die detaillierte Baubeschreibung umfasst 189 Seiten. Darin wird darauf hingewiesen, dass oberflächennahe Bodenschichten am Gehlsdorfer Ufer als wassergefährdend eingestuft werden. Eine Zwischenlagerung kontaminierter Böden im Überschwemmungsbereich der Warnow ist untersagt.

Ursachen der Belastung

Die Stadt erklärt, dass das Gelände historisch aufgeschüttet wurde und Wassersportvereine jahrzehntelang Löse- und Abbeizmittel sowie Farben eingesetzt haben. Bei Bodenuntersuchungen wurden Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW), polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Schwermetalle und zinnorganische Verbindungen nachgewiesen.

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Gefährdungsbeurteilung

Trotz der Funde sieht die Stadt keine akute Gefahr für Mensch, Boden, Grund- und Oberflächenwasser oder Pflanzen. Es wurden differenzierte Risikobewertungen durchgeführt und Maßnahmen für die Bauausführung abgeleitet. Auch das Trinkwasser sei nicht gefährdet, da das Wasserwerk in der Blücherstraße Rohwasser aus der Oberwarnow entnimmt.

Bauablauf und Kosten

Der Baustart ist für September 2026 geplant, die Fertigstellung für Sommer 2030. Die Baukosten betragen rund 63 Millionen Euro, davon 36 Millionen Euro Förderung. Die Brücke wird ein neues Wahrzeichen Rostocks und verbindet Gehlsdorf mit dem Stadthafen.

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