Oktoberfest-Klage: Alexander Egger fordert transparente Vergabe
Oktoberfest-Klage: Egger fordert Transparenz

Festwirt Alexander Egger hat mit seiner WE Gutshof GmbH einen Nachprüfungsantrag gegen die Vergabe der Brauereifesthallen auf dem Oktoberfest eingereicht. Nun äußert er sich persönlich zu den Hintergründen und kritisiert ein intransparentes Verfahren.

Egger: Punktesystem erstmals angewendet

Egger zeigt sich irritiert über Berichte, seine Bewerbungen für das Paulaner-Festzelt und die Bräurosl seien nicht in den erforderlichen Punktebereich gekommen. „Es wäre das erste Mal in der Geschichte des Oktoberfests, dass die Stadt eine Bepunktung einer Bewerbung im Bereich der Brauereifesthallen vorgenommen hat“, stellt er klar. Bislang seien Bewerbungen für Brauereifesthallen nicht anhand eines Punktesystems bewertet worden.

Intransparente Kriterien kritisiert

„Welche Kriterien hier angewandt wurden und welche Punktewerte die Mitbewerber erhalten haben, ist nicht ersichtlich und wurde im Vorfeld nicht transparent kommuniziert“, bemängelt Egger. Die Brauereifesthallen seien bislang nicht öffentlich ausgeschrieben worden, sodass keine Informationen zu den einzureichenden Unterlagen bekannt gegeben wurden. Erst am 30. Dezember 2025, einen Tag vor Fristablauf, habe er vom RAW die erforderlichen Details erhalten.

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Wäre seine Bewerbung mittels Punkteverfahren bewertet worden, wäre eine niedrige Einstufung nicht auf fehlende Eignung zurückzuführen, sondern auf ein „intransparentes und chancengleichheitswidriges Verfahren“. Mit dem Nachprüfungsantrag will Egger eine rechtzeitige Ausschreibung transparenter Kriterien durchsetzen.

Tradition und Transparenz vereinbar

Egger betont, dass er die Tradition des Oktoberfests nicht infrage stellen möchte. „Gerade als größtes Volksfest der Welt sollte sein Verfahren den eigenen Anspruch einlösen.“ Es bestehe ein struktureller Widerspruch: Das Oktoberfest gelte international als Symbol bayerischer Lebensfreude und Tradition, doch die Vergabe der großen Festzelte sei für Außenstehende nur begrenzt transparent und demokratisch nachvollziehbar. „Transparenz und faire Vergabe würden Brauchtum, Qualität und Volksfestcharakter nicht gefährden, sondern stärken.“

Der Nachprüfungsantrag könnte dazu führen, dass sich die Personen der Festbetreiber und möglicherweise auch die Preisgestaltung zugunsten der Besucher verändern. Über die öffentlichen Aussagen von Wiesnwirten zur Causa zeigt sich Egger verwundert: „Ich hätte mir gewünscht, dass vonseiten der Stadt und der Kollegen mit mir und nicht nur über mich gesprochen wird.“

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