Apple hat seit Wochen mit erheblichen Lieferproblemen bei den Modellen Mac mini und Mac Studio zu kämpfen. Mehrere Varianten sind derzeit nicht verfügbar, andere weisen Wartezeiten von bis zu fünf Monaten auf. Nun hat der Konzern drastische Maßnahmen ergriffen: Das günstigste Mac-mini-Modell wird komplett aus dem Sortiment genommen. Dadurch erhöht sich der Einstiegspreis für den kleinsten Apple-Computer um satte 250 Euro.
Basismodell mit 256 GB Speicher verschwindet
Bisher war der Mac mini mit 256 GB Speicher zum Preis von 699 Euro erhältlich. Dieses Modell ist nun nicht mehr lieferbar. Apple hat es ersatzlos gestrichen. Der günstigste Mac mini startet jetzt bei der Version mit 512 GB Speicher, die 949 Euro kostet. An Chip und Arbeitsspeicher ändert sich nichts: Beide Modelle waren mit dem Apple M4 und 16 GB RAM ausgestattet. Lediglich die kleinste Speicherstufe entfällt.
Alternative: MacBook Neo ab 699 Euro
Als preiswerte Alternative bleibt Interessenten derzeit nur das neue MacBook Neo. Es startet ebenfalls bei 699 Euro – dem Preis, den das Mac-mini-Basismodell vor der Streichung hatte. Ob das Notebook die Lücke füllen kann, bleibt abzusehen.
Lieferprobleme dauern an – CEO Tim Cook äußert sich
In der Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen des zweiten Quartals 2026 äußerte sich Apple-CEO Tim Cook direkt zu den anhaltenden Lieferengpässen. Laut dem Fachblog „MacRumors“ rechnet Apple damit, dass es „mehrere Monate dauern könnte, bis Angebot und Nachfrage ins Gleichgewicht kommen“. Cook gab zu, dass das Unternehmen die hohe Nachfrage nach den Geräten als Hardware-Plattform für Künstliche Intelligenz unterschätzt habe. Er betonte: „Mac mini und Mac Studio sind hervorragende Plattformen für KI und agentische Tools.“
Preise für Pro-Modelle bleiben unverändert
Von der Streichung nicht betroffen sind die Mac-mini-Modelle mit dem stärkeren M4-Pro-Chip. Diese Varianten waren bereits zuvor nur mit mindestens 512 GB Speicher erhältlich. Der Einstiegspreis für das M4-Pro-Upgrade bleibt daher unverändert bei 1699 Euro. Beim Mac Studio hatte Apple bereits kürzlich die höchste Konfiguration mit M3 Ultra und 512 GB RAM gestrichen. Kurz darauf wurde auch der Mac Pro komplett aus dem Portfolio entfernt – ohne Pläne für einen Nachfolger.
Apple steht nun vor der Herausforderung, die Lieferkette zu stabilisieren und die Nachfrage zu bedienen. Ob und wann das günstige Einstiegsmodell zurückkehrt, ist unklar.



