Diskussionsabend in Schwerin: Gesprächsformat „Reden hilft!“ beleuchtet Lebensrealitäten auf dem Dreesch
Im Vorfeld der Premiere von „Hexenholz“ lädt Regisseurin Nina Gühlstorff Menschen zu einem besonderen Gesprächsabend ein. Am 21. April um 20 Uhr öffnet das beliebte Format „Reden hilft!“ in der M*Halle des Mecklenburgischen Staatstheaters seine Türen für alle Interessierten. Diesmal steht der Schweriner Stadtteil Dreesch im Fokus, der exemplarisch für das Phänomen der sozialen Segregation in Deutschland steht.
Einladung zum Austausch vor Theaterpremiere
Nina Gühlstorff, die am Theater für Öffnungsprojekte verantwortlich ist, betont die Bedeutung des Dialogs: „Bevor wir Pfingsten auf dem Berliner Platz Premiere haben, möchten wir gerne unsere Nachbarschaft näher kennenlernen.“ Damit verweist sie auf die bevorstehende Uraufführung des Singspiels „Hexenholz“. Der Abend soll Raum bieten, um über konkrete Lebensrealitäten zu sprechen und Brücken zwischen Kunst und Alltag zu schlagen.
Soziale Segregation im Fokus
Wie lebt es sich auf dem Dreesch im Jahr 2026? Welche Herausforderungen meistern Kinder und Familien in diesem Stadtteil? Sind ihre Erfahrungen vergleichbar mit denen der Protagonisten in „Hänsel und Gretel“, die von Armut betroffen sind? Zwar lässt es sich auf dem Dreesch durchaus gut leben, doch gehört zur Wahrheit auch, dass Schwerin zu den am stärksten von sozialer Segregation betroffenen Städten in Deutschland zählt. Kaum eine andere Stadt weist eine derart geringe soziale Durchmischung in ihren einzelnen Stadtteilen auf.
Expertenwissen und Bürgerdialog
Der Rostocker Soziologe und Ungleichheitsforscher André Knabe wird mit seinem Fachwissen zur Diskussion beitragen. Gemeinsam mit den Besuchern möchte er erörtern: Wie läuft es aktuell und welche Verbesserungen sind möglich? Der Austausch zwischen Bewohnern, Experten und Kulturschaffenden soll neue Perspektiven eröffnen und konkrete Ansätze für Veränderungsprozesse entwickeln.
Praktische Informationen zur Veranstaltung
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, was bewusst als Einladung an alle verstanden werden soll, die am Dialog und an gesellschaftlicher Teilhabe interessiert sind. Karten können vorab reserviert werden:
- Telefonisch unter 0385 53 00-123
- Per E-Mail an redenhilft@theater-schwerin.de
Die M*Halle bietet damit erneut eine Plattform für offene Gespräche und trägt dazu bei, dass kulturelle Angebote mit gesellschaftlich relevanten Themen verknüpft werden.



