Berliner Alexanderplatz: Pro-palästinensische Demonstranten inszenieren menschenverachtende Hinrichtungsszene
Berlin: Hinrichtungs-Szene auf Alexanderplatz schockiert Passanten

Schockierende Protestaktion auf dem Alexanderplatz

Am Mittwochnachmittag wurden Passanten auf dem Berliner Alexanderplatz mit unfassbaren Szenen konfrontiert. Eine angemeldete pro-palästinensische Kundgebung entwickelte sich zu einer menschenverachtenden Inszenierung, die bei zahlreichen Augenzeugen Entsetzen auslöste.

Gefesselte Männer vor provisorischem Galgen

Vier Männer in weißen Schutzanzügen und Palästinenser-Tüchern standen gefesselt und mit Säcken über den Köpfen vor einem selbst gebauten Galgen. Über ihnen baumelten vier Seile mit Henkersknoten, während arabische Musik erklang. Die Darstellung suggerierte eine unmittelbar bevorstehende Hinrichtung.

Besonders verstörend: Neben dem Galgen hielt ein stämmiger Mann in Tarnjacke einen weiteren "Gefangenen" auf Knien wie einen Hund an einer Kette. Immer wieder stieß er dessen Kopf nach unten, was als bewusste Demütigung wahrgenommen wurde.

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Polizei sah keine unmittelbare Handlungsgrundlage

Rund 100 Demonstranten mit Libanon- und Palästina-Flaggen umringten die Szene und forderten auf Schildern "Stop the Genocide" - also den angeblichen "Völkermord" an den Palästinensern. Viele entsetzte Augenzeugen fragten sich, warum die Polizei nicht eingriff.

Florian Nath, Leiter der Polizei-Pressestelle, erklärte dazu: "Es gab keine offensichtlichen Gewaltdarstellungen. Wäre das Erhängen gezeigt worden, wären die Kollegen vor Ort sofort eingeschritten." Auch die Parole "Stop the Genocide" sei keine verbotene Äußerung und werde deshalb nicht strafrechtlich verfolgt.

Senatsverwaltung spricht von Grenzüberschreitung

Sabine Beikler, Sprecherin der Senatsinnenverwaltung, zeigte sich deutlich kritischer: "Bereits in der Vergangenheit hatten wir mehrfach und themenübergreifend mit Versammlungen zu tun, die die Grenzen zur Geschmacklosigkeit eindeutig überschritten haben."

Sie führte weiter aus: "Die jetzt genannte, inszenierte, menschenverachtende Demütigung von Menschen in Gefangenenkleidung auf dem Alexanderplatz reiht sich nahtlos darin ein. Diese Freiheiten haben allerdings auch klare Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen."

Staatsschutz prüft Ermittlungen

Derzeit prüft der Staatsschutz, ob Ermittlungen eingeleitet werden. Die Polizei übergab den Fall zur strafrechtlichen Bewertung an die Staatsanwaltschaft. Laut Beikler wird auch untersucht, "ob und welche Maßnahmen beziehungsweise Auflagen in Zukunft bei vergleichbaren Versammlungen getroffen werden müssen, um derartige Szenen zu vermeiden".

Unter den entsetzten Zuschauern befand sich auch ein kleiner Junge, der irritiert wirkte und immer wieder fragend zu einer Begleitperson aufschaute. Die verstörenden Szenen wurden von einem Redakteur der Berliner Zeitung gefilmt und auf der Plattform X veröffentlicht.

Der Alexanderplatz im Bezirk Berlin-Mitte ist täglich von Tausenden Touristen und Berlinern frequentiert. Die geschmacklose Inszenierung einer Hinrichtung mitten in der Hauptstadt sorgt für breite Empörung und wirft Fragen nach den Grenzen der Versammlungsfreiheit auf.

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