Preußen Münster torlos gegen Fürth: Abstiegskampf wird immer aussichtsloser
Preußen Münster torlos gegen Fürth - Abstieg droht

Preußen Münster verpasst dringend benötigten Sieg gegen Greuther Fürth

Das lange Warten von Zweitliga-Schlusslicht Preußen Münster auf ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis geht weiter – und die verbleibende Zeit wird mit jedem Spieltag knapper. Beim 0:0 gegen den Tabellensiebzehnten Greuther Fürth zeigten die Münsteraner erneut ihre anhaltende Torflaute, während die Defensive zumindest stabil agierte.

Ein Spiel ohne Höhepunkte und Sieger

Wenn der Vorletzte auf den Letzten trifft, ist ohnehin nicht mit einem Fußball-Leckerbissen zu rechnen. Genau so kam es dann auch im LVM-Stadion. Das torlose Remis der „Adlerträger“ gegen Greuther Fürth konnte am Ende wirklich niemanden zufriedenstellen. Weder die beiden Trainer Alois Schwartz (59) von Preußen Münster und Gäste-Coach Heiko Vogel (50), noch die Spieler auf dem Platz oder die 10.279 Zuschauer im nahezu ausverkauften Stadion.

Es handelte sich um eine Punkteteilung, die beiden Mannschaften im Abstiegskampf nicht wirklich weiterhilft. Im Gegenteil: Preußen Münster bleibt auf dem gefährlichen 18. Tabellenplatz kleben und muss in der Rest-Saison außer im Heim-Derby gegen Erz-Rivale Arminia Bielefeld am 25. April nur noch gegen die Aufstiegskandidaten Schalke 04, Hannover 96, Darmstadt 98 und SV Elversberg antreten. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebt zwar noch, schwindet aber mit jedem weiteren Punktverlust zusehends.

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Defensive stabil – Offensive weiterhin harmlos

Positiv bei der Heimpremiere von Trainer Alois Schwartz war, dass die Defensive – wie schon eine Woche zuvor in Kiel – erneut stabil und nahezu fehlerlos agierte. Abgesehen von einem Distanzschuss in der 25. Minute von Kleeblatt-Routinier Branimir Hrgota (33) wurde Torhüter Johannes „Jojo“ Schenk (23) zwischen Münsters Pfosten kein weiteres Mal ernsthaft geprüft.

Negativ dagegen fiel auf, dass die anhaltende Sturmflaute der „Schwarz-Weiß-Grünen“ unvermindert anhält. Nachdem schon bei den „Störchen“ drei deutliche Konterchancen ungenutzt geblieben waren, wollte der Ball auch gegen Fürth einfach nicht über die Linie. Während Joshua Mees (29) gleich zwei große Chancen innerhalb einer Minute vergeben hatte (54.), reagierte Fürths Torwart Silas Prüfrock (21) bei einem wuchtigen Kopfball vom starken Yassine Bouchama (28) in der 61. Minute aus nächster Nähe mit einer absoluten Klasse-Parade.

Trainer Schwartz zeigt sich fast verzweifelt

Trainer Alois Schwartz zeigte sich nach dem Spiel fast schon verzweifelt: „Solche Möglichkeiten darfst du eigentlich nicht liegen lassen. Aber man sieht ganz deutlich, dass unseren Jungs momentan einfach das nötige Selbstvertrauen fehlt. Daran müssen wir weiter intensiv arbeiten.“

Die Stimmung nach dem Abpfiff war entsprechend gedämpft, aber auch trotzig. Joshua Mees kommentierte: „Natürlich wollten wir drei Punkte und haben nur einen geholt. Aber wir leben noch und glauben bis zuletzt an uns. Die Moral im Team stimmt zu 100 Prozent.“

Trainer Schwartz sieht das ähnlich: „Klar bin ich weiter vom Klassenerhalt überzeugt. Weil wir noch fünf Spiele haben, in denen wir 15 Punkte holen können. In dieser 2. Liga ist schließlich alles möglich.“

Besorgniserregende Statistiken und Trends

Fakt ist aber auch: Der aktuelle Trend ist nicht gerade der beste Freund der Preußen. Die Münsteraner warten mittlerweile seit über fünf Monaten auf einen Heimerfolg. Der letzte Heimspielsieg gelang am 31. Oktober gegen Holstein Kiel mit 2:1. Zudem konnten sie nur einen einzigen Sieg (mit 2:1 in Braunschweig) in den vergangenen 15 Liga-Spielen einfahren.

Diese erschreckende Bilanz entspricht der eines Absteigers – auch wenn die Münsteraner momentan „nur“ zwei Punkte hinter dem rettenden 15. Tabellenplatz liegen. Doch Wunder gibt es immer wieder im Fußball. Zur Erinnerung: Im Vorjahr hatten die Preußen drei Spieltage vor Saisonende sogar fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer und erreichten den Klassenerhalt dennoch – sogar ohne Relegation.

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Unterstützung der Fans bleibt ungebrochen

Auf die Unterstützung ihrer treuen Anhänger können sich die Preußen jedenfalls weiterhin verlassen. Vor der Partie gegen die Franken zeigten rund 1000 Fans auf einem Fanmarsch durch die Stadt zum Stadion ihre Solidarität. Und schon jetzt steht fest, dass fast 7000 ihre Mannschaft am kommenden Sonntag (19. April) zum Auswärtsspiel bei Schalke 04 begleiten wollen – getreu dem Motto: Alle zusammen für Preußen Münster!

Podcast-Hinweis: Die neue Folge von „Preußen Privat“ aus der kultigen Bode-Stadionloge ist ab sofort verfügbar. Diesmal zu Gast: Athletik-Trainer und „Fitness-Zampano“ Tim Geidies. Kostenlos zu hören unter www.preussenprivat.de oder auf allen gängigen Podcast-Plattformen.