Die „Heidemühle“ in der Uckermark öffnet wieder ihre Pforten. Das urige Gasthaus, das seit sechs Generationen im Familienbesitz ist, lockt mit hausgemachten Kuchen und einer idyllischen Lage mitten im Wald. Besonders der Bienenstich von Gina-Marie Kobolla (26) ist bei den Gästen äußerst beliebt.
Ein Gasthaus mit langer Geschichte
Bereits um 1370 wurde auf dem Gelände in der Caselower Heide neben Landwirtschaft auch Gastwirtschaft betrieben. Die „Heidemühle“ ist bis heute ein Treffpunkt für Jung und Alt. In der Neuzeit sind es nicht mehr Pferdekutschen, sondern Fahrräder, Mopeds und Autos, die vor dem idyllisch gelegenen Anwesen halten. Das Gasthaus gilt als klassischer Insidertipp.
Lage abseits der Zivilisation
Die „Heidemühle“ liegt versteckt, fast in Sichtweite der A20, aber dort, wo die meisten glauben, dass der schmale, holprige Weg zu Ende ist. Nur von Fahrenwalde kommend ist die Zufahrt ausgeschildert. Trotz der Abgeschiedenheit strömen die Gäste auch 2026 wieder Wochenende für Wochenende herbei.
Ginas Backkunst begeistert
Der Hauptgrund für den Erfolg ist die jüngste Tochter des Betreibers, Gina-Marie Kobolla. Die 26-Jährige ist eine begnadete Bäckerin und serviert den Gästen duftenden Bienenstich und leckere Pfirsich-Schmand-Torte. „Kuchen nach uraltem Rezept, das mögen die Leute am liebsten“, erzählt sie. Als der Nordkurier kam, war das letzte Stück Kuchen gerade verkauft, aber zum 1. Mai ist Nachschub da.
Familienzusammenhalt
Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Justin Krägenbrink hilft die 26-Jährige in der Saison an Wochenenden und Feiertagen im Gasthaus aus. Beide sind im „richtigen Leben“ im sozialpädagogischen Bereich und bei der Bundeswehr beschäftigt. „In der Familie hilft man sich halt“, sagt das Paar, das bereitwillig unter die Arme greift, wenn es klemmt.
Das Herz hängt an der „Heidemühle“
Gina-Marie Kobolla kann gar nicht anders, als hier herumzuwirtschaften, weil ihr Herz ganz doll an dem kleinen Gasthaus hängt. Sie hofft, dass das Wirtshaus auch noch viele weitere Jahre Bestand hat – trotz der Entfernung zur Zivilisation. Die fast verwunschen anmutende Abgeschiedenheit mitten im Wald mache doch gerade den Reiz der Location aus, bestätigen Gäste aus Perleberg.
Ein Ort zum Vergessen des Alltags
Eine Bikergruppe lässt ihre Ausfahrten gern an dem sauberen Teich vor dem Lokal enden, „weil man da den Alltag so schön vergessen kann.“ Auch Radfahrer und Fußgänger scheuen den Weg nicht. Noch zu DDR-Zeiten vergnügten sich vor allem zu Christi Himmelfahrt und an anderen Feiertagen hunderte Menschen hier im Grünen.
Ausblick auf die kommende Saison
Gina-Marie Kobolla wagt den Blick in die nahe Zukunft: „Am 1. Mai, zu Herrentag und an Pfingsten wird hier gewiss wieder die Hölle los sein. Aber so lieben wir das.“ Die Teigschüsseln und Backbleche stehen schon bereit, ebenso wie die legendäre Softeismaschine. Die „Heidemühle“ ist bereit für eine weitere Saison voller Genuss und Geselligkeit.



