US-Verteidigungsminister Hegseth schafft verpflichtende Grippeimpfung für Militärangehörige ab
USA schaffen verpflichtende Grippeimpfung für Militär ab

USA schaffen verpflichtende Grippeimpfung für Militärangehörige ab

Das US-Verteidigungsministerium hat eine bedeutende Änderung seiner Gesundheitsvorschriften bekannt gegeben. Verteidigungsminister Pete Hegseth verkündete in einer Videobotschaft an die Streitkräfte die sofortige Abschaffung der verpflichtenden jährlichen Grippeimpfung für alle Militärangehörigen.

Religiöse Gründe als Rechtfertigung

In seiner Ansprache betonte Hegseth, dass niemand zu einer Impfung gezwungen werden könne, da "eure Körper, euer Glaube und eure Überzeugungen nicht verhandelbar sind". Der Minister, der sich in der Vergangenheit wiederholt als religiös motivierter Politiker präsentiert hat, begründete die Entscheidung mit der Achtung persönlicher Überzeugungen. Die bisherige Regelung, die seit über acht Jahrzehnten Bestand hatte, bezeichnete er als "zu pauschal" und "nicht rational".

Umfassende Geltung der neuen Regelung

Die geänderten Vorschriften gelten für:

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  • Aktive Mitglieder aller Teilstreitkräfte
  • Reservisten und Nationalgardisten
  • Zivile Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums

Hegseth betonte in martialischer Sprache, die mittlerweile im von ihm als "Kriegsministerium" bezeichneten Pentagon üblich sei: "Wenn Du, als amerikanischer Krieger, dem die Verteidigung des Landes anvertraut wurde, glaubst, dass du die Impfung bekommen solltest, kannst du sie bekommen." Die Entscheidung liege nun bei jedem Einzelnen.

Eingebettet in breitere Impfpolitik der Trump-Regierung

Diese Maßnahme erfolgt im Kontext einer allgemeinen Lockerung der Impfvorschriften unter Präsident Donald Trump und dessen Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., der als erklärter Impfskeptiker gilt. Kennedys Ministerium hatte bereits Anfang Januar angekündigt, die Zahl der für Kinder empfohlenen Impfungen zu reduzieren, wobei unter anderem Immunisierungen gegen Rotaviren, Influenza und Hepatitis B aus dem offiziellen Impfplan gestrichen wurden.

Juristische Auseinandersetzungen und gesundheitliche Bedenken

Gegen diese politischen Entscheidungen laufen derzeit mehrere Gerichtsverfahren. Zahlreiche Bundesstaaten haben Klagen gegen die eingeschränkten Impfpläne eingereicht, während Gesundheitsfachleute vor den Konsequenzen warnen. Experten befürchten eine Rückkehr potenziell tödlicher Krankheiten, die als weitgehend ausgerottet galten. Im vergangenen Jahr erlebten die Vereinigten Staaten den größten Masernausbruch seit mehr als drei Jahrzehnten mit über 1.400 bestätigten Fällen.

Die Abschaffung der verpflichtenden Grippeimpfung für das US-Militär markiert somit einen weiteren Schritt in der kontrovers diskutierten Impfpolitik der aktuellen US-Regierung, die zwischen individuellen Freiheitsrechten und öffentlichen Gesundheitsinteressen abzuwägen versucht.

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