Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) sorgt mit einer Aussage in einer Regierungsbefragung für Empörung. Sie behauptete, niemand wandere in die deutschen Sozialsysteme ein. Diese Aussage stieß bei Peter Tiede, Chefautor der BILD, auf heftige Kritik. Im Gespräch mit Thomas Kausch geriet Tiede in Rage und bezeichnete die Behauptung als „groben Unfug“, „Mist“ und „Lüge“.
Fakten widerlegen Bas' Aussage
Die Fakten sprechen eine andere Sprache. Laut aktuellen Statistiken des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Bundesagentur für Arbeit beziehen zahlreiche Zuwanderer Sozialleistungen. Besonders bei Asylbewerbern und Schutzberechtigten ist der Anteil hoch. So waren im Jahr 2025 rund 40 Prozent der erwachsenen Asylbewerber auf Grundsicherung angewiesen. Auch bei Zuwanderern aus anderen EU-Staaten gibt es Fälle von Sozialleistungsbezug, wenn auch in geringerem Umfang.
Tiedes Reaktion
Peter Tiede zeigte sich fassungslos über die Aussage der Ministerin. „Das ist einfach falsch. Die Realität sieht völlig anders aus. Es ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die tagtäglich mit den Folgen der Migration in den Sozialsystemen zu kämpfen haben“, so Tiede. Er forderte Bas auf, ihre Aussage zu korrigieren und sich bei den Bürgern zu entschuldigen.
Hintergrund der Debatte
Die Diskussion um Einwanderung in die Sozialsysteme ist nicht neu. Immer wieder wird von politischer Seite betont, dass Zuwanderung vor allem zur Fachkräftesicherung beitrage. Kritiker verweisen jedoch auf die hohen Kosten für Sozialleistungen, die durch Migranten entstehen. Die Aussage von Bas fällt in eine Zeit, in der die Bundesregierung über eine Reform des Asyl- und Einwanderungsrechts debattiert.
Bärbel Bas selbst hat sich bislang nicht zu der Kritik geäußert. Ihr Ministerium ließ lediglich verlauten, dass die Ministerin auf die Integrationsleistungen vieler Zuwanderer verweisen wollte. Die Aussage sei missverständlich gewesen. Tiede lässt dies jedoch nicht gelten: „Das ist keine Missverständnis, das ist eine bewusste Irreführung der Öffentlichkeit.“



