Verhandlungen geplatzt? Iran-Außenminister verlässt Islamabad
Islamabad – Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat die pakistanische Hauptstadt Islamabad überraschend verlassen, ohne sich mit US-Vertretern getroffen zu haben. Dies teilten pakistanische Regierungsvertreter am Samstag mit. Die Diplomatenkreise hatten zuvor auf ein Treffen zwischen den beiden Seiten gehofft, um die festgefahrenen Atomverhandlungen wiederzubeleben. Doch nun scheinen die Gespräche endgültig gescheitert zu sein.
Keine Annäherung in Sicht
Die Abreise des iranischen Chefdiplomaten erfolgte ohne vorherige Ankündigung und ohne dass es zu einem direkten Kontakt mit der US-Delegation kam. Pakistanische Vermittler hatten sich intensiv bemüht, ein Treffen zu arrangieren, doch offenbar blieben die Positionen beider Seiten unvereinbar. Die US-Regierung hatte zuvor Bedingungen für ein Gespräch gestellt, die der Iran nicht akzeptieren wollte. Nun droht die diplomatische Krise zwischen Teheran und Washington weiter zu eskalieren.
Auswirkungen auf die Region
Das Scheitern der möglichen Verhandlungen in Islamabad könnte weitreichende Folgen haben. Beobachter befürchten eine Zunahme der Spannungen im Nahen Osten. Gleichzeitig wächst der Druck auf die europäischen Vermittler, die seit Monaten versuchen, zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln. Der iranische Außenminister wird nun in Teheran erwartet, wo er über die gescheiterten Gespräche berichten wird. Die pakistanische Regierung zeigte sich enttäuscht, betonte aber, weiterhin für eine friedliche Lösung bereitzustehen.
Weitere Details folgen in Kürze bei BILD.



