Tod des Vaters: Sohn startet mit Insel-Hotel in Dobbertin neu durch
Sohn übernimmt Insel-Hotel nach Vaters Tod

Hans-Jürgen Müller verstarb im Februar. Zuvor übergab er das Inselhotel vom Dobbertiner See an seinen Sohn Andreas. Als Koch fungierte dieser bislang in anderen Einrichtungen. Nun steht der Neuanfang bevor.

Vom Erbe zur Herausforderung

Seit 2009 gibt es das Inselhotel direkt am Dobbertiner See. In den vergangenen fünf Jahren wurde es vorrangig als Hotel genutzt. Nun soll es auch wieder als Restaurant öffnen, dazu kommen die sechs Ferienhäuser. Andreas Müller, der 37-jährige Sohn des verstorbenen Hans-Jürgen Müller, tritt das Erbe an. „Ich bin mir bewusst, dass es eine Herausforderung ist und wird. Aber wir haben vor dem Tod meines Vaters mit ihm noch die Übernahme des Hotels besprochen. Er wollte alles noch zu Lebzeiten geregelt wissen“, erzählt er.

Der Sohn als Koch

Andreas Müller ist gelernter Koch und war anfangs im Inselhotel tätig. Nun bringt er gemeinsam mit Familienangehörigen und Freunden seit Wochen das Hotel, die Ferienhäuser und den Gastraum wieder auf Vordermann. Bis zum Wiedereröffnungstermin am 1. Mai soll alles wieder glänzen. Das Team setzt auf guten Service und vor allem auf die Lage. Das Gebäude stammt aus dem 18. Jahrhundert und war einst eine Wassermühle. 2008 und 2009 wurde es komplett restauriert, wobei das alte Fachwerk erhalten blieb.

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Warum eine Insel?

Etwa viereinhalb Quadratmeter groß ist die kleine Insel am Ende des Klosterparkes Dobbertin. Eine kleine Brücke überspannt die Fischtreppe linksseitig, rechts fließt die Mildenitz aus dem Dobbertiner See kommend. „Hier passieren nur Fußgänger und Radfahrer den Bereich, und somit fehlen zum Glück der Straßenlärm und man kann die Natur pur genießen“, weiß Andreas Müller, während er noch einmal die Hotelzimmer prüft.

Alles soll schließlich top sein, und da ist er froh, dass seine Lebensgefährtin Kerstin Hörnicke ihm zur Seite steht. Das geht aber nur bedingt, denn sie arbeitet hauptberuflich bei der Post und hilft so viel sie kann. Ebenso unterstützen Familienangehörige und Freunde das Vorhaben tatkräftig.

„Es bleibt eine Gratwanderung“

In der heutigen Zeit, in der auch etliche gastronomische Einrichtungen mangels Personal und gestiegener Betriebskosten schließen, ist dieser Neuanfang eine Herausforderung für Andreas Müller. „Es ist mir bewusst, dass es eine Gratwanderung ist und man mit spitzem Bleistift kalkulieren muss“, sagt er. Zehn Doppelzimmer im Hotel, dazu die sechs Ferienhäuser und etwa 40 Plätze im Restaurant sorgen für relativ hohe Betriebskosten, die erwirtschaftet werden müssen. Dennoch bleibt Andreas Müller optimistisch und will seinen Traum verwirklichen.

Und so begrenzt er erst einmal die Öffnungszeiten des Restaurants. Donnerstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr können die Gäste die Speisen, darunter selbstgebackener Kuchen und Torten, genießen. Bei Bedarf und nach Absprache sind weitere Öffnungszeiten geplant.

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