Doppelhaushalt für 2026 und 2027 im Amt Anklam-Land beschlossen
In seiner jüngsten Sitzung hat der Amtsausschuss des Amtes Anklam-Land den Doppel-Haushalt für die Jahre 2026 und 2027 verabschiedet. Nachdem der Entwurf im Januar aufgrund heftiger Diskussionen zurück in den Finanzausschuss verwiesen worden war, fand die Vorlage nun Mitte März eine Mehrheit. Damit ist der Haushalt offiziell bestätigt, was die Verwaltung nach Angaben von Amtsvorsteher Dr. Holger Vogel (CDU) wieder arbeitsfähig macht und die Erarbeitung der Haushaltspläne der 18 zugehörigen Gemeinden ermöglicht.
Bürgermeister kritisiert Verfahren als "Kasperle-Theater"
Allerdings blieb der Haushaltsentwurf im Vergleich zum Vorentwurf unverändert, was zu scharfer Kritik führte. Bargischows Bürgermeister Hannes Schmidt bezeichnete die Ehrenrunde des Haushalts als "Kasperle-Theater". Er bemängelte, dass zu wenige seiner Kollegen die Möglichkeit genutzt hätten, die strittigen Punkte in einer weiteren Finanzausschuss-Sitzung zu erörtern. Insbesondere die Digitalstrategie der Amtsverwaltung bleibt weiterhin offen und wird voraussichtlich auch künftig für Gesprächsstoff sorgen.
Digitalstrategie und Amtsneubau als Hauptstreitpunkte
Die zentrale Frage, ob das Amt künftig mit eigenen Servern arbeitet oder die Serverdienste auslagert, ist noch nicht abschließend geklärt, obwohl der entsprechende Haushaltspunkt nun bestätigt wurde. Zusätzlich stellten sich zwei Gemeinden weiterhin gegen den geplanten Amtsneubau in Spantekow und verweigerten dem Haushaltsentwurf ihre Stimmen, da Mittel für dieses Bauprojekt im Haushalt enthalten sind.
Hauptsatzung erneut zurückgewiesen
Parallel zur Haushaltsdebatte konnte die neue Hauptsatzung nicht verabschiedet werden. Zum dritten Mal wurde der Entwurf zur Nachbearbeitung an die Verwaltung zurückgeschickt. Die Amtsausschuss-Mitglieder kritisierten die Vorlage als "nicht leserlich" und mit zu vielen Rechtschreibfehlern gespickt. Dies unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen in der Verwaltungsarbeit des Amtes.
Insgesamt zeigt die Sitzung, dass trotz der Verabschiedung des Doppelhaushalts erhebliche Differenzen in zentralen Fragen wie Digitalisierung und Infrastrukturprojekten fortbestehen. Die Entscheidungen werden die Entwicklung der Region in den kommenden Jahren maßgeblich beeinflussen.



