Waldbrand bei München: 200 Quadratmeter Jungwald zerstört – Brandstiftung vermutet
Waldbrand bei München: 200 qm zerstört – Brandstiftung

Am vergangenen Wochenende ist im Südosten von München erneut ein Waldbrand ausgebrochen. Rund 200 Quadratmeter einer Jungwaldschonung zwischen Grasbrunn und Neukeferloh wurden durch die Flammen zerstört. Die Kriminalpolizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Bislang gibt es jedoch keine Hinweise auf den Täter, wie die Polizei mitteilte.

Spaziergänger entdeckt Brandgeruch

Ein 45-jähriger Spaziergänger bemerkte am Freitagmorgen gegen 9.15 Uhr Brandgeruch und aufsteigenden Rauch. Er alarmierte sofort die Feuerwehr. Die Freiwillige Feuerwehr Grasbrunn rückte aus und konnte die Flammen löschen. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden an der Pflanzung wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt.

Ermittlungen der Kripo

Die Brandfahnder der Kripo haben die Schonung untersucht. Nach Polizeiangaben deuten die Spuren auf vorsätzliche Brandstiftung hin. Die Brandstelle liegt weitab von Wander- und Ausflugsrouten, nicht einmal ein Trampelpfad führt dorthin. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe: Wer hat am Freitagmorgen verdächtige Personen im Bereich der Waldbrunner Straße zum Friedhof oder des Schwabener Wegs in Grasbrunn gesehen? Hinweise nimmt das Polizeipräsidium unter der Telefonnummer 089/29100 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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Kein Zusammenhang mit Brandserie von 2017

Ein Zusammenhang mit der Brandserie von 2017 besteht nach Angaben der Staatsanwaltschaft München nicht. Die damaligen Brände soll ein ehemaliger Feuerwehrmann gelegt haben. Gegen ihn wurde im Januar 2026 Anklage erhoben. Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest, wie ein Sprecher des Amtsgerichts München mitteilte.

Wiederholte Waldbrände im Südosten Münchens

Bereits seit dem Jahr 2000 kommt es in den Waldgebieten südöstlich von München immer wieder zu Bränden. Im Juni des vergangenen Jahres brannte es ebenfalls in einer Waldschonung zwischen der Putzbrunner Straße und dem Solalindner Weg. Auch damals ging die Polizei von Brandstiftung aus. Eine Frau hatte mittags Brandgeruch wahrgenommen und die Feuerwehr alarmiert. Der ehemalige Feuerwehrmann wurde 2025 festgenommen und Anfang 2026 angeklagt.

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