Massendemonstration in München: 250.000 fordern Ende des Mullah-Regimes
Die bayerische Landeshauptstadt München erlebte am Samstag einen historischen Protesttag. Rund 250.000 Menschen folgten dem Aufruf des iranischen Oppositionsführers Reza Pahlavi und versammelten sich friedlich auf der Theresienwiese, um gegen das islamistische Regime im Iran zu demonstrieren. Die Polizei bestätigte diese beeindruckende Teilnehmerzahl, die alle Erwartungen übertraf.
Emotionale Szenen bei Pahlavis Auftritt
Als Reza Pahlavi, der 65-jährige Sohn des vor 47 Jahren gestürzten Schahs von Persien, gegen 14:45 Uhr eintraf, brach unter den Demonstranten Jubel aus. Viele Teilnehmer konnten ihre Emotionen kaum zurückhalten – Tränen flossen, die Menge skandierte Parolen. Der Oppositionsführer wurde wie ein Popstar empfangen, während er von Personenschützern begleitet wurde.
Die logistischen Herausforderungen waren enorm: Wegen der riesigen Menschenmenge kam es zu stundenlangen Verkehrsbehinderungen auf den Zufahrtsstraßen zur Theresienwiese. Reisebusse mit weiteren Demonstranten wurden bereits seit Mittag zu den Parkplätzen an der Messe München im etwa 12 Kilometer entfernten Stadtbezirk Riem umgeleitet. Selbst die Mobilfunknetze brachen zeitweise komplett zusammen, wie BILD-Reporter Karl Keim vor Ort berichtete.
Internationale Solidarität und politische Forderungen
Die Demonstranten zeigten nicht nur die historische iranische Flagge mit dem Löwen-und-Sonne-Symbol, sondern auch die Nationalflaggen von Israel, Deutschland, den USA, der Ukraine und Schweden. Immer wieder ertönten „Trump“-Rufe, und zahlreiche Pro-Trump-Plakate wurden in die Höhe gehalten. Die Teilnehmer forderten vom US-Präsidenten konkrete Hilfe für die Menschen im Iran.
Reza Pahlavi hatte die Demonstration anlässlich des weltweiten Aktionstages am 14. Februar organisiert, der zeitgleich mit der 62. Münchner Sicherheitskonferenz stattfand. Weitere Großveranstaltungen fanden in Los Angeles und Toronto statt. In einem Podcast-Gespräch mit Axel-Springer-CEO Mathias Döpfner äußerte Pahlavi deutliche Zweifel an erfolgreichen Verhandlungen zwischen den USA und dem Mullah-Regime.
„Die freiheitsliebenden Iraner erwarten eine militärische Intervention, die die Unterdrückungsinstrumente des Regimes ins Visier nimmt“, erklärte der Oppositionsführer. „Das ist eine humanitäre Intervention. Das wäre fast wie eine Rettungsmission.“
Friedlicher Protest trotz widriger Bedingungen
Trotz strömenden Regens und rutschigem Matsch blieb die Demonstration durchweg friedlich. Polizeivizepräsident Christian Huber bestätigte gegenüber BILD, dass es keine nennenswerten Zwischenfälle gegeben habe. Lediglich einige Stürze aufgrund der glatten Verhältnisse wurden gemeldet. Unterstützer des Teheraner Regimes ließen sich nicht blicken.
Die historische Dimension der Veranstaltung wurde durch die schiere Masse der Teilnehmer deutlich, die München an diesem Samstag lahmlegte. Während die einen ihre Hoffnungen auf internationale Unterstützung richteten, zeigten andere durch das Tragen der historischen iranischen Flagge ihre Verbundenheit mit der vor-islamistischen Vergangenheit des Landes.



