Mutter vor den Augen ihres Sohnes erstochen: Angeklagter schweigt im Mordprozess
Mutter vor den Augen ihres Sohnes erstochen: Prozessauftakt

Mutter vor den Augen ihres Sohnes erstochen: Angeklagter schweigt im Mordprozess

Die Anklage ist kaum zu ertragen. Anna R. (†30), eine dreifache Mutter aus Bremen, wollte am 19. Oktober 2025 nur mit ihren Kindern zu einem Spielplatz gehen. Doch dann soll ihr Ex-Partner Kayahan Ö. (33) sie angegriffen und mit acht Messerstichen getötet haben. Seit Montag steht der Bremer vor dem Landgericht, wo ihm Mord vorgeworfen wird.

Tatablauf vor den Augen des Sohnes

Laut der detaillierten Schilderung der Staatsanwaltschaft verließ Anna R. gegen 12.57 Uhr ihre Wohnung in der Agnes-Heineken-Straße in Bremen. Sie war mit ihrer zweijährigen Tochter und ihrem zwölfjährigen Sohn unterwegs, während die ältere Tochter zu Hause blieb. Noch schnell schickte sie eine Sprachnachricht, dass sie bereits losgehe.

Dann geschah das Unfassbare: Ein maskierter Mann soll von hinten auf sie zugestürmt sein, ohne jede Vorwarnung. Acht Stiche mit einem Messer trafen Kopf, Hals und Oberkörper der jungen Mutter. Anna R. brach zusammen und verblutete noch am Tatort.

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Polizei schildert schockierende Szenen

„Wir fanden das Opfer vor dem Haus. Sie lag auf dem Rücken, blutete aus dem Hals und Mund, die Augen waren weit geöffnet, wir konnten keine Vitalzeichen feststellen“, sagte eine Polizistin während der Verhandlung. Ihr Kollege ergänzte: „Ich habe gedacht, ich glaube, sie ist tot.“

Der zwölfjährige Sohn wurde nicht nur Zeuge der Tat, sondern selbst zum Opfer. Als er versuchte zu fliehen, verfolgte ihn der Täter und stach ihm in den Rücken. Ein Beamter, der sich später um den Jungen kümmerte, beschrieb: „Er war kreidebleich und geschockt. Immer wieder schaute er zu seiner Mutter und man sah in seinem Blick, dass er hoffte, dass ein Wunder geschieht.“

Keine Rettung trotz aller Bemühungen

Trotz intensiver Wiederbelebungsversuche über 20 Minuten hinweg konnte Anna R. nicht gerettet werden. Der schockierte Sohn erzählte den Polizisten noch am Tatort, dass es sich bei dem Täter um den Ex-Partner seiner Mutter handeln müsse. Er habe ihn an der Statur und den Augen erkannt.

Der Junge berichtete außerdem, dass die dreijährige Beziehung seiner Mutter mit Kayahan Ö. eine schlimme Zeit mit viel Streit gewesen sei. Dies könnte auf ein mögliches Motiv hindeuten: Die Staatsanwaltschaft vermutet einen eskalierten Streit um das Sorgerecht für die gemeinsame zweijährige Tochter.

Angeklagter verharrt in Schweigen

Fünf Tage nach der brutalen Tat wurde Kayahan Ö. festgenommen. Seit Montag sitzt er nun im Gerichtssaal – regungslos, mit verschränkten Armen und ohne jede sichtbare Emotion. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm heimtückischen Mord vor.

Zum Prozessauftakt wollte sich der 33-Jährige nicht äußern und versteckte sein Gesicht hinter einem schwarzen Aktendeckel. Die Familie der getöteten Anna R. muss nun die schmerzhafte Verhandlung durchstehen, während die Frage nach Gerechtigkeit für die dreifache Mutter im Raum steht.

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