Oliver Mintzlaff (50), Vorstandsvorsitzender von Red Bull, steht vor einer wegweisenden Entscheidung: Soll er Jürgen Klopp (59) für den Posten des Bundestrainers freigeben? Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sucht nach dem Rücktritt von Julian Nagelsmann (38) einen Nachfolger, und Klopp ist der absolute Wunschkandidat. Doch Mintzlaff, der Klopp im Januar 2025 als globalen Fußball-Chef verpflichtete, pocht auf eine Ablöse im einstelligen Millionenbereich – ein Novum in der DFB-Geschichte.
Klopp als Königstransfer ohne Ablöse
„Jürgen Klopp war für uns der Königstransfer ohne Ablöse“, schwärmte Mintzlaff einst über die Verpflichtung der Trainerlegende. Mit einem Vertrag bis 2029 und ohne schriftlich fixierte Ausstiegsklausel ist Klopp fest an Red Bull gebunden. Der zweifache Welttrainer steht einem Engagement beim DFB aufgeschlossen gegenüber, doch Mintzlaff und Red Bull müssen zustimmen. Sollten sie Klopp freigeben, würde Mintzlaff auf eine Ablöse pochen – wohl im einstelligen Millionen-Bereich. Bislang hat der DFB noch nie eine Ablöse für einen Bundestrainer gezahlt.
Der steile Aufstieg von Oliver Mintzlaff
Seit November 2022 steht Mintzlaff an der Spitze des Getränke-Riesen und koordiniert das weltweite Sport-Imperium des Unternehmens. Damit ist er auch Boss des vierfachen Formel-1-Weltmeisters Max Verstappen (28). Mintzlaff beerbte den verstorbenen Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz (78†). Zuvor war er von 2014 bis 2022 als Klub-Boss maßgeblich dafür verantwortlich, dass RB Leipzig bis in die Champions League aufstieg. Selbst Klopps Job als „Head of Global Soccer“ führte Mintzlaff einst aus. Zu Karrierebeginn arbeitete er im Marketing von Puma, war Berater von Trainer Ralf Rangnick (68) und sogar von Sängerin Andrea Berg (60).
Mintzlaff: Knallharter Geschäftsmann mit herausragendem Netzwerk
Der ehemalige Langstreckenläufer (Halbmarathon-Bestzeit 1:04:35 Stunden) hat auch am Verhandlungstisch viel Ausdauer. Legendär ist, wie er dem FC Bayern einst 25 Millionen Euro Ablöse für Trainer Julian Nagelsmann abknöpfte. Beim Transfer von Josko Gvardiol (24) zu Manchester City blieb Mintzlaff bei Ex-City-Boss Txiki Begiristain (61) so lange hartnäckig, bis der Kroate mit einer Ablöse von 90 Millionen Euro zum teuersten Verteidiger der Welt wurde.
Top-Netzwerker mit Kontakten bis zu Elon Musk
Mintzlaff ist Vorstandsmitglied der European Club Association (ECA) und sitzt im Aufsichtsrat von Adidas. Er hat die Nummern von Tech-Milliardär Elon Musk (55), Weltfußballer Lionel Messi (39) und Sänger Lionel Richie (77) im Handy. Eng verbunden ist er mit PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi (52) und BVB-Boss Aki Watzke (67). Auch beim DFB wird seine Meinung sehr geschätzt – Mintzlaff gehörte einst der „Expertengruppe Nationalmannschaft“ an. Nun kommen beide Seiten wieder an einen Tisch, diesmal jedoch mit unterschiedlichen Interessen.
DFB vor historischer Entscheidung
Sollte der DFB tatsächlich eine Ablöse für Klopp zahlen, wäre dies ein Novum. Bislang hat der Verband noch nie eine Ablöse für einen Bundestrainer bezahlt. Die Verhandlungen zwischen Mintzlaff und dem DFB versprechen spannend zu werden – der knallharte Geschäftsmann wird seine Position nicht leichtfertig aufgeben.



