Berliner SPD-Staatssekretär Hochgrebe: Ermittlungen wegen Gewaltvorwürfen
SPD-Staatssekretär Hochgrebe: Ermittlungen wegen Gewalt

Gegen Berlins Innenstaatssekretär Christian Hochgrebe (SPD) wurde wegen des Verdachts auf Körperverletzung und Nötigung ermittelt. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft am Dienstag. Der 53-jährige Politiker soll die Wohnung seiner ehemaligen Lebensgefährtin gegen ihren Willen betreten haben. In der Wohnung sei es zu Streitigkeiten gekommen, bei denen die Frau gestürzt sei und sich leicht verletzt habe.

Verfahren gegen Geldauflage eingestellt

Die Staatsanwaltschaft stellte das Ermittlungsverfahren wegen geringer Schuld ein. Hochgrebe wurde zu einer Geldauflage von 5000 Euro an die Organisation „Weißer Ring“ verpflichtet, die Opfer von Straftaten unterstützt. Die Einstellung erfolgte nach Paragraph 153 der Strafprozessordnung, der eine Zustimmung des Beschuldigten voraussetzt. „Es handelt sich dabei nicht um eine Verurteilung“, betonte die Staatsanwaltschaft. „Es gilt die Unschuldsvermutung.“

Hochgrebe selbst äußerte sich auf Anfrage nicht, ließ aber über seinen Anwalt mitteilen, dass er die Vorwürfe weiterhin mit Nachdruck bestreite. Die Zustimmung zur Einstellung des Verfahrens gegen Auflage sei zum Schutz der gemeinsamen minderjährigen Kinder und zur endgültigen Befriedung der innerfamiliären Situation erfolgt.

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Hochgrebe ist Staatssekretär und Kandidat für das Abgeordnetenhaus

Hochgrebe war von 2018 bis 2023 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses. Seit April 2023 ist er Staatssekretär für Inneres im Berliner Senat und damit Vize von Innensenatorin Iris Spranger (SPD). Im September bewirbt er sich in Charlottenburg-Wilmersdorf erneut um einen Sitz im Abgeordnetenhaus.

Der Fall Hochgrebe ist nicht der erste Skandal in der Berliner SPD. Im März deckte die BILD interne Vorwürfe gegen die SPD-Abgeordnete Maja Lasic auf. Sie soll einen Genossen angegriffen und bedroht haben, bestreitet dies jedoch. Zudem trat eine SPD-Kandidatin für das Amt der Bezirksbürgermeisterin in Mitte nach langer Krankschreibung zurück. Vor zwei Wochen geriet ein weiterer Kandidat in der SPD-Zentrale an der Müllerstraße in einen Streit mit einem Besucher und rang ihn zu Boden – auch er trat zurück.

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