Voigt: „Wir kämpfen um jeden Industriearbeitsplatz“
Die wirtschaftliche Lage in Thüringen bleibt angespannt. Am Tag der Arbeit am Freitag steht die Sicherheit von Arbeitsplätzen im Mittelpunkt. Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) kündigte an, dass die Landesregierung angesichts des harten Strukturwandels um jeden Industriearbeitsplatz kämpfen werde.
„Thüringen soll ein Land der guten und sicheren Arbeitsplätze bleiben. Und wir müssen die Menschen, die jeden Tag anpacken, spürbar entlasten“, sagte Voigt laut Staatskanzlei in Erfurt. Er bezeichnete die wirtschaftliche Lage als ernst, da Deutschland im dritten Jahr in Folge kein nennenswertes Wachstum verzeichne. Viele Industrieunternehmen stünden unter Druck durch hohe Energiepreise, Fachkräftemangel und internationale Unsicherheiten.
Die Landesregierung wolle bürokratische Hürden senken, Genehmigungsverfahren beschleunigen und sich für bezahlbare Energie einsetzen. „Gerade die Energiepreise sind ein entscheidender Standortfaktor für unsere Industrie“, betonte Voigt.
DGB-Kundgebungen in 16 Thüringer Städten
Zum Tag der Arbeit hat der DGB zu Kundgebungen und Demonstrationen in 16 Thüringer Städten aufgerufen, darunter Erfurt, Nordhausen, Ilmenau, Bad Salzungen, Altenburg, Jena und Greiz. Sie stehen unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“. Viele Menschen hätten derzeit Angst um ihre Zukunft und die ihrer Familien. Arbeitgeber müssten Verantwortung übernehmen, in die Zukunft investieren, Arbeitsplätze sichern und sich zum Standort bekennen, erklärte der DGB.
Die DGB-Gewerkschaften haben in Thüringen nach Angaben einer Sprecherin mehr als 110.000 Mitglieder. Das entspricht etwa jedem siebten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Freistaat.



