Ortsumgehung Wolgast: Neue Peenebrücke wohl erst Ende 2029 fertig
Neue Peenebrücke: Fertigstellung erst Ende 2029

Im Herbst vergangenen Jahres war es ein riesiges Politikum – das Millionenprojekt der Ortsumgehung Wolgast und der Peene-Brücke hinüber auf die Ostsee-Insel Usedom. Erst ein nächtliches Telefongespräch zwischen Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sicherte seinerzeit einen warmen Geldregen aus dem Sondervermögen Infrastruktur für die dringend notwendige Entlastung der Verkehrssituation rund um die beliebte Urlaubsinsel.

Bauarbeiten erst Ende 2029 fertig

Wie das Straßenbauamt Neustrelitz am Freitagabend mitteilte, wird eine Bietergemeinschaft um das Schweizer Unternehmen Implenia das gigantische Bauwerk errichten. Die Bietergemeinschaft hat nun einen detaillierten Bauzeitenplan vorgelegt. „Aktuell werden Schwimmbagger eingesetzt, um den Peenegrund an den künftigen Pfeilerstandorten von Schlick zu befreien. Parallel starten an Land die Vorbereitungen für die ersten Bohrungen der landseitigen Pfeiler. Das Baukonzept der Bietergemeinschaft setzt auf möglichst kalkulierbare und risikoarme Abläufe“, hieß es vom Straßenbauamt.

Nach aktuellem Stand könne die Ortsumgehung Wolgast Ende 2029 für den Verkehr freigegeben werden. Zu Beginn der Planungen für das aufwändige Brückenbauwerk sei ein früherer Fertigstellungstermin avisiert worden, räumte die Behörde ein. „Gründe für die Anpassung der Terminkette sind unter anderem ein schwieriger Baugrund, ein verlängertes Vergabeverfahren aufgrund einer Klage vor dem Oberlandesgericht Rostock sowie Anpassungen im Bauablauf zugunsten stabiler, weniger störanfälliger und kostenbeständiger Bauverfahren“, machte das Straßenbauamt deutlich.

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Gesamtprojekt kostet rund 500 Millionen Euro

Die Auftragssumme für das Brückenbauwerk beträgt 421 Millionen Euro. Die Kosten für das Gesamtprojekt Ortsumgehung Wolgast liegen damit bei etwa 500 Millionen Euro. Zur Erinnerung: Ursprünglich waren einmal 138 Millionen Euro angesetzt. Die geplante Brücke über die Peene soll eine acht Meter breite, zweispurige Fahrbahn auf einer Gesamtlänge von rund 1,4 Kilometern erhalten. Mit einer lichten Höhe von 42 Metern über dem Peenestrom und bis zu 70 Meter hohen Pylonen können Schiffe die Peene künftig ohne Brückenöffnungen passieren. Damit werden sowohl Verkehrsstaus auf dem Festland als auch auf der Insel Usedom deutlich reduziert.

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