Der Schiffskonvoi mit dem mehrmals an der deutschen Ostseeküste gestrandeten Buckelwal hat am Freitagabend Kurs auf die Nordsee genommen. Nach einer wetterbedingten Kursänderung am Morgen fährt der Konvoi nun nördlich der dänischen Spitze in Richtung Norwegen. Die Freisetzung des Wals soll an einem öffentlich nicht bekannten Ort in der Nordsee erfolgen.
Widrige Bedingungen am Morgen
Am Freitagmorgen musste der Konvoi aufgrund hohen Wellengangs am Übergang zwischen Ost- und Nordsee den Kurs ändern und zurück Richtung Süden fahren. Das Absperrnetz an der Barge wurde entfernt, jedoch wurde der Wal nicht freigesetzt. Am Nachmittag konnte die Fahrt Richtung Norden wieder aufgenommen werden.
Private Initiative setzt Rettung fort
Mitglieder der verantwortlichen privaten Initiative betonten, dass jeder Kilometer in Richtung Nordsee zähle. Der rund zwölf Meter lange Buckelwal hatte vier Wochen vor der Insel Poel bei Wismar gelegen. Gegen den Rat vieler Wissenschaftler und Tierschutzorganisationen versucht die Initiative seit Mitte April, den Wal zu bergen und lebend in die Nordsee oder den Atlantik zu bringen.



