Bäckerpreise in der Uckermark: Schweineohren für 2,90 Euro lösen Debatte aus
Bäckerpreise: Schweineohren für 2,90 Euro in Uckermark

Bäckerpreise in der Uckermark: Schweineohren für 2,90 Euro lösen Debatte aus

Ein kleiner Einkauf beim Bäcker kann schnell zur finanziellen Überraschung werden. In der Uckermark staunte eine Redakteurin nicht schlecht, als sie für wenige Backwaren stolze 19,53 Euro bezahlen musste. Auf dem Bon fanden sich Positionen wie zehn Scheiben dunkles Brot für 5,15 Euro, ein Buttercroissant für 1,95 Euro und ein Franzbrötchen für 2,30 Euro.

Die Details der Rechnung

Besonders ins Auge stachen die Selterskuchen mit einem Kilopreis von 19,50 Euro, was pro Stück etwa 2,17 Euro ausmachte. Ganz unten auf der Liste standen zwei hälftig schokolierte Schweineohren zu je 2,90 Euro. „Teurer Zwischenschmaus“, dachte sich die Redakteurin, als sie die Leckereien daheim servierte.

Bei einer spontanen Preisschätzung durch ihren Mann und einen Freund lagen die Vermutungen zwischen zwölf und über 25 Euro. Der Freund, der seit der Wende in Hamburg arbeitet, zeigte sich wenig verwundert über die Summe. „Da oben im Norden geht's noch besser“, scherzte der Mittfünfziger. Doch die Redakteurin wies darauf hin, dass in Hamburg der Durchschnittsverdienst fast doppelt so hoch liegt wie in der Uckermark.

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Die soziale Dimension der Preissteigerungen

Für Gutverdiener mögen Schweineohren auch bei 3,90 Euro noch erschwinglich sein. Doch was ist mit Menschen, die am Monatsende weniger als 1500 Euro zur Verfügung haben – nach Abzug von Miete, Energie, Autokosten und Lebensmitteln? Oder mit Rentnern, die kaum einen Tausender für den Monat haben?

Für diese Gruppen rückt frische Ware vom Bäcker oder Metzger in unerreichbare Ferne. Die Redakteurin betont jedoch, dass nicht die kleinen Handwerksbetriebe die Schuld tragen. Vielmehr sieht sie den Staat in der Verantwortung, der diese Firmen zusätzlich zu den galoppierenden Energie- und Rohstoffpreisen mit Steuern und Abgaben belastet.

Die Betriebe haben oft keine andere Wahl, als ihre Preise anzupassen, um wirtschaftlich überleben zu können. Diese Entwicklung wirft Fragen zur sozialen Gerechtigkeit und zur Zukunft des lokalen Handwerks auf. Die Debatte über faire Preise und staatliche Rahmenbedingungen ist damit eröffnet.

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