Lebenszeichen im Abstiegskampf: Heidenheim schlägt Union Berlin
Der 1. FC Heidenheim hat in der Fußball-Bundesliga ein überfälliges Lebenszeichen aus dem Tabellenkeller gesendet. Das bisherige Schlusslicht feierte beim 3:1 (2:0) gegen Union Berlin erstmals seit über vier Monaten einen Sieg und weckte damit ganz leise Hoffnungen auf einen noch möglichen Klassenerhalt. Dieser Erfolg beendet eine Negativserie von 15 Spielen ohne Dreier.
Historische Serie gegen den Lieblingsgegner
Mathias Honsak (9., 36.) und Budu Siwsiwadse (79.) trafen am Samstag für den FCH, der damit auch im sechsten Bundesliga-Duell mit Union Berlin ungeschlagen blieb. Die Berliner, für die Leopold Querfeld (75.) zum zwischenzeitlichen Anschluss traf, verpassten es ihrerseits, alle Zweifel am eigenen Klassenerhalt zu beseitigen. Die Heidenheimer agierten mit der frühen Führung im Rücken erstaunlich souverän und ließen defensiv kaum Lücken.
Schmidts Forderung nach Vollgas bis zum Schluss
Die monatelange Negativserie hatte auch bei Trainer Frank Schmidt deutliche Spuren hinterlassen. „Das zu ertragen, ist wirklich schwierig“, sagte der FCH-Coach nach der langen Durststrecke ohne Sieg. „Wir brauchen diese drei Punkte dringend, für unser Gefühl.“ Trotz der statistisch aussichtslosen Lage forderte Schmidt von seinen Spielern, sich bis zum letzten Spieltag zu strecken und immer mit Vollgas dagegenzuhalten.
Seine Mannschaft gehorchte dieser Anweisung mustergültig – ähnlich wie bereits bei den jüngsten Unentschieden gegen Leverkusen (3:3) und in Gladbach (2:2). Nur einen kurzen Schreckmoment mussten die Heidenheimer überstehen, als Unions Derrick Köhn bereits in der 2. Minute die frühe Führung auf dem Fuß hatte, jedoch aus etwa acht Metern zu hoch zielte.
Tabellensituation bleibt angespannt
Fünf Spieltage vor Saisonende hat Heidenheim nun sechs Punkte Rückstand auf den FC St. Pauli auf dem Relegationsrang. Die Hamburger empfingen am selben Abend den FC Bayern München – und sind am 31. Spieltag auch noch direkt in Heidenheim zu Gast. Diese Begegnung könnte für beide Teams entscheidend werden im Kampf um den Verbleib in der Bundesliga.
Die Heidenheimer zeigten gegen Union Berlin eine bemerkenswerte Leistungssteigerung. Nach Honsaks frühem Führungstreffer verpasste Marnon Busch in der 19. Minute nur knapp den zweiten Treffer. Union Berlin wurde erst nach über einer Stunde Spielzeit wieder spürbar aktiver, doch Siwsiwadses Treffer in der 79. Minute machte alle Berliner Hoffnungen auf einen Punktgewinn zunichte.



