Vance gibt Papst theologische Nachhilfe: US-Vizepräsident kritisiert Leo XIV. scharf
Vance kritisiert Papst: Theologische Nachhilfe für Leo XIV.

US-Vizepräsident JD Vance gibt Papst theologische Nachhilfe

Der Streit zwischen der US-Regierung und dem Vatikan eskaliert weiter. Nachdem US-Präsident Donald Trump Papst Leo XIV. bereits scharf angegriffen hatte, geht nun auch Vizepräsident JD Vance auf deutliche Distanz. Der 41-jährige Katholik weist die Kritik des Papstes am Iran-Krieg entschieden zurück und mahnt den Pontifex zur theologischen Vorsicht.

Vance stellt theologische Kompetenz des Papstes in Frage

Bei einer Veranstaltung von Turning Point USA bezog sich Vance auf einen Post von Papst Leo XIV., in dem dieser erklärt hatte: „Wer ein Jünger Christi, des Fürsten des Friedens, ist, steht niemals auf der Seite derjenigen, die einst das Schwert führten und heute Bomben abwerfen.“ Der US-Vizepräsident konterte mit einer provokativen Frage: „Wie kann man sagen, dass Gott niemals auf der Seite derjenigen steht, die das Schwert führen?“

Vance verschärfte seine Kritik noch weiter, indem er die historische Dimension ansprach: „Gilt diese Aussage auch für den Zweiten Weltkrieg? Also für den Moment, als US-Soldaten Europa von den Nazis befreiten und KZ-Häftlinge retteten?“ Seine klare Botschaft: Die Welt ist nicht so einfach, wie der Papst sie darstellt.

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Direkte Mahnung an den Pontifex

In einer bemerkenswerten Aussage richtete sich Vance direkt an den Papst: „In derselben Weise, wie es wichtig ist, dass der Vizepräsident der Vereinigten Staaten vorsichtig ist, wenn er über Fragen der öffentlichen Politik spricht, ist es, denke ich, sehr, sehr wichtig, dass der Papst vorsichtig ist, wenn er über Fragen der Theologie spricht.“ Der US-Politiker betonte, man müsse sicherstellen, dass theologische Aussagen „in der Wahrheit verankert“ seien.

Damit unterstellt der katholische Vizepräsident dem Oberhaupt seiner eigenen Kirche implizit, die christliche Religion nicht korrekt zu interpretieren – eine außergewöhnliche Position in den diplomatischen Beziehungen zwischen Washington und dem Vatikan.

Hintergrund: Eskalation zwischen Washington und Vatikan

Der aktuelle Schlagabtausch begann, nachdem Papst Leo XIV. den Krieg grundsätzlich verurteilt hatte. US-Präsident Donald Trump reagierte mit ungewöhnlich scharfen Angriffen und bezeichnete den 70-jährigen Pontifex als „schwach“ gegenüber Kriminalität und als „Katastrophe“ in der Außenpolitik.

In einem Post auf seiner Plattform Truth Social fügte Trump hinzu, jemand solle Papst Leo mitteilen, „dass der Iran in den letzten zwei Monaten mindestens 42.000 unschuldige, völlig unbewaffnete Demonstranten getötet“ habe und „dass der Besitz einer Atombombe durch den Iran absolut inakzeptabel“ sei. Diese Aussagen bilden den Kontext für Vances jüngste Intervention.

Der Vizepräsident betonte zwar, er bewundere den Papst und respektiere dessen Recht, sich zu Weltpolitik zu äußern. Inhaltlich jedoch zeigt sich eine tiefe Kluft zwischen den Positionen des Vatikans und der US-Regierung, die nun durch theologische Argumente zusätzlich verschärft wird.

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