Vance: Echte Fortschritte in Iran-Gesprächen - Ball liegt nun bei Teheran
Vance: Fortschritte in Iran-Gesprächen, Ball bei Teheran

Vance sieht echte Fortschritte in Iran-Gesprächen - Entscheidung liegt nun bei Teheran

Nach den ersten direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran seit Kriegsbeginn hat US-Vizepräsident JD Vance von echten Fortschritten gesprochen. In einem Interview mit dem Sender Fox News betonte Vance, dass trotz bestehender Differenzen vieles in die richtige Richtung gelaufen sei. „Wir haben große Fortschritte gemacht“, erklärte der US-Verhandler. Allerdings liege der Ball nun bei den Iranern, bei dem zentralen Punkt aus US-Sicht Zugeständnisse zu machen: dem umstrittenen Atomprogramm des Landes.

Direkte Gespräche in Islamabad ohne greifbares Ergebnis

Die USA und der Iran hatten am Wochenende in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad direkte Gespräche unter Vermittlung Pakistans geführt. Diese Friedensgespräche endeten jedoch ohne konkretes Verhandlungsergebnis. Die iranische Seite hatte im Anschluss von „überzogenen Forderungen“ der Vereinigten Staaten gesprochen. Dennoch bewertet Vance die Verhandlungen als Schritt in die richtige Richtung.

Kernpunkte: Urananreicherung und Export hochangereicherten Urans

Laut Vance geht es den USA vor allem um zwei zentrale Anliegen:

  • Das hochangereicherte Uran muss außer Landes geschafft werden
  • Teheran muss daran gehindert werden, erneut Uran anzureichern
In diesen beiden Punkten seien die iranischen Verhandler zwar auf die USA zugegangen, „aber sie haben sich nicht weit genug bewegt“, so der US-Vizepräsident. Die Zugeständnisse reichten bei weitem nicht aus, um eine Einigung zu erzielen.

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Weitere Verhandlungen ungewiss - Entscheidung muss aus Teheran kommen

Wann und ob es zu weiteren Verhandlungsrunden kommt, ließ Vance offen. „Im Grunde genommen ist das eine Frage, die man den Iranern stellen sollte, denn der Ball liegt in ihrem Feld“, erklärte er. Der US-Vizepräsident hatte in Islamabad den Eindruck gewonnen, dass die iranischen Verhandler ohnehin nicht dazu befugt gewesen seien, einem Abkommen zuzustimmen. Seiner Ansicht nach braucht es dafür erst grünes Licht aus der iranischen Hauptstadt, möglicherweise direkt vom Revolutionsführer Modschtaba Chamenei. Darauf müsse man jetzt warten.

Die Gespräche markieren einen bedeutenden diplomatischen Schritt, da es sich um die ersten direkten Verhandlungen zwischen Washington und Teheran seit Kriegsbeginn handelt. Trotz der von Vance konstatierten Fortschritte bleiben die fundamentalen Differenzen insbesondere beim Atomprogramm bestehen. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklung mit Spannung, da eine Einigung regionale Spannungen deutlich reduzieren könnte.

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