US-Präsident Donald Trump (80) hat sich persönlich bei FIFA-Präsident Gianni Infantino (56) dafür eingesetzt, dass Stürmer Folarin Balogun (25) im WM-Achtelfinale gegen Belgien am Dienstag (2 Uhr, ARD/MagentaTV) spielen darf. Die Rotsperre des Angreifers wurde am Sonntag überraschend vom Weltverband aufgehoben. Dabei wäre Balogun nach Trumps politischer Idealvorstellung gar kein Amerikaner.
Baloguns Staatsbürgerschaft: Zufall der Geburt
Balogun ist nur aufgrund seiner Geburt in New York City US-Bürger. Der Sohn nigerianischer Eltern kam in der Millionen-Metropole zur Welt, weil seine hochschwangere Mutter Florence kein Flugzeug mehr betreten durfte. Anschließend wuchs er in London auf. Bislang erzielte der 25-Jährige in drei WM-Spielen drei Treffer.
Trump gegen „Birthright Citizenship“
Trump wollte das Prinzip der „Birthright Citizenship“ gerichtlich kippen. Dieses garantiert jedem, der in den USA geboren wird, den amerikanischen Pass – verankert im 14. Zusatzartikel der Verfassung von 1868. Der Supreme Court stimmte jedoch vergangene Woche mit 6:3 dagegen. Für Trump, der eine rigorose Anti-Einwanderungs-Agenda verfolgt, ein herber Rückschlag. Menschenrechtsorganisationen begrüßten die Entscheidung.
Trump gab nicht auf und forderte auf seiner Plattform „Truth Social“ den von Republikanern kontrollierten Kongress auf: „Der Kongress sollte noch heute damit beginnen, daran zu arbeiten, die für unser Land kostspielige und ungerechte Staatsbürgerschaft durch Geburt abzuschaffen. Dabei wird er meine uneingeschränkte Unterstützung haben!“
Historischer Hintergrund des Geburtsrechts
Die „Birthright Citizenship“ wurde 1868 als Teil des 14. Zusatzartikels in die US-Verfassung aufgenommen. Damals standen vor allem die kurz zuvor befreiten Sklaven im Vordergrund. Ihnen und ihren Nachkommen sollte durch das Geburtsrecht Staatsbürgerschaft garantiert werden. Zuvor hatten Menschen afrikanischer Abstammung kein Anrecht auf einen US-Pass, selbst wenn sie in den USA geboren wurden.



