US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, einen vom Iran übermittelten Plan zur Beendigung des Krieges prüfen zu wollen. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump jedoch, er könne sich nicht vorstellen, dass dieser Plan akzeptabel sei. Der Iran habe „noch keinen ausreichend hohen Preis für das gezahlt, was er der Menschheit und der Welt in den letzten 47 Jahren angetan hat“, begründete er seine Skepsis.
Iranischer Vorschlag an Vermittler
Am Freitag war bekannt geworden, dass der Iran nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna einen neuen Vorschlag an die Vermittler in Pakistan übergeben hatte. Über die konkreten Inhalte der Initiative wurde zunächst nichts offiziell bekannt. Trump äußerte sich auf dem Flughafen in Palm Beach (Florida) gegenüber Reportern und sagte, was den Iran betreffe, laufe es für die USA sehr gut. „Sie wollen einen Deal.“ Auf die Frage, ob er die restlichen iranischen Raketenproduktionskapazitäten beseitigen wolle, antwortete Trump: „Ja, ich würde sie gerne beseitigen.“ Andernfalls könnte der Iran diese Kapazitäten wieder aufbauen.
Waffenruhe und Bedingungen
Trump hatte ebenfalls am Freitag die Kampfhandlungen im Iran in einem Brief an den US-Kongress für beendet erklärt. Es gilt weiterhin eine Waffenruhe, die Trump einseitig und ohne zeitliche Begrenzung verlängert hatte. Der Iran hatte bereits vergangene Woche Bedingungen für eine Beendigung des Kriegs gestellt. Dazu zählten laut Nachrichtenagentur Tasnim unter anderem die sofortige Aufhebung der von den USA verhängten Seeblockade sowie die Einführung einer neuen rechtlichen Regelung für die Straße von Hormus.
Hintergrund des Konflikts
Die USA und Israel hatten ihren Krieg gegen den Iran am 28. Februar begonnen. Washington verlangt neben der Herausgabe des hoch angereicherten Urans die Einstellung des iranischen Atomprogramms. Zudem will Washington dem Iran eine Begrenzung seines Programms zur Entwicklung ballistischer Raketen auferlegen. Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass trotz der Waffenruhe weiterhin grundlegende Differenzen zwischen den Konfliktparteien bestehen.



