Hamburg – Popstar Nina Chuba ermutigt Menschen in psychischen Ausnahmesituationen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. „Therapie sollte kein Makel sein. Für mich zeigt das eher Stärke und Selbstreflexion“, sagte die 27-jährige Sängerin dem Magazin „Stern“. Sie empfinde es als befreiend, wenn Menschen offen zugäben, dass es ihnen nicht gut gehe oder dass sie Unterstützung benötigten.
Der Wendepunkt: Als plötzlich nichts mehr ging
Die Musikerin aus Wedel berichtete von einem einschneidenden Erlebnis während eines teuren Songwriting-Camps. „Ich konnte morgens plötzlich nicht mehr aufstehen. Ich lag im Zimmer, war traurig, habe viel geweint und mich zu nichts aufraffen können. Das kannte ich so von mir nicht. Da war klar: Das ist nicht einfach nur Erschöpfung“, schilderte Chuba. Sie habe sich selbst enormen Druck gemacht, insbesondere in Bezug auf ihr zweites Album. „Ich habe unbedingt fürs zweite Album arbeiten wollen, aber nur ein Song ist entstanden.“
Sofortige Hilfe und langfristige Therapie
Die Künstlerin reagierte umgehend: „Ich habe sofort mit meinem Management gesprochen und gesagt: Ich brauche Therapie. Die haben mir direkt geholfen.“ Seit zweieinhalb Jahren befindet sie sich nun in psychotherapeutischer Behandlung. „Ich empfehle es jedem“, betont die Sängerin.
Nina Chuba zählt zu den erfolgreichsten Pop-Künstlerinnen Deutschlands. Bekannt wurde sie 2022 mit ihrem Hit „Wildberry Lillet“. Seither hat sie sich mit zahlreichen Chart-Erfolgen etabliert, darunter „Fucked Up“ (mit Makko) und „Wenn das Liebe ist“. Ihr offener Umgang mit psychischen Problemen soll anderen Betroffenen Mut machen, ebenfalls Hilfe zu suchen.



