Trump-Iran-Deal: Scharfe Kritik aus den eigenen Reihen
Trump-Iran-Deal: Eigene Partei kritisiert scharf

Das von US-Präsident Donald Trump (80) vorgestellte vorläufige Abkommen zur Beendigung des Iran-Krieges stößt auf scharfe öffentliche Kritik in den eigenen Reihen. Während am Donnerstag Kopien des Abkommens auf dem Kapitol in Washington kursierten, bezeichneten führende Parteikollegen das Abkommen als den „schlimmsten außenpolitischen Fehler seit Jahrzehnten“ oder sprachen von „unüberlegten“ Bestimmungen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Kritik von Republikanern

Die Kritik ist eine seltene Rüge von Mitgliedern der Republikanischen Partei, die dem Präsidenten bisher meistens die Treue gehalten haben. Sie gelten jedoch als zunehmend unruhig, da die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Konflikts ihre Aussichten vor den Zwischenwahlen im November beeinträchtigt haben.

300-Milliarden-Fonds im Fokus

Im Mittelpunkt der Kritik stehen Berichte, wonach die Trump-Regierung zugestimmt habe, eingefrorene iranische Vermögenswerte freizugeben, die Einrichtung eines privaten 300-Milliarden-Dollar-Vermögensfonds zur Förderung von Investitionen im Iran zu ermöglichen und die Sanktionen zu lockern. „Die nuklearen Ambitionen des Iran wurden nicht eingedämmt“, schrieb Senator Bill Cassidy auf der Plattform X. Der Vorsitzende des Streitkräfteausschusses im Senat, Roger Wicker, äußerte die Sorge, dass mit dem Abkommen die militärischen Erfolge der USA „wegverhandelt“ würden. Auch konservative Kommentatoren, die Donald Trump bislang unterstützten, kritisierten den Deal.

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Trump wehrt sich

Trump wies die Kritik auf Social Media zurück. „Diese Dummköpfe, die denken, ich sei nicht hart genug gegen den Iran gewesen, während der Aktienmarkt gerade ein REKORDHOCH erreicht hat und die Ölpreise ‚purzeln‘, sind entweder eifersüchtig, schlechte Menschen oder dumm“, schrieb er. Das Abkommen könnte dem Kongress zur Prüfung vorgelegt werden. Nach einem Gesetz aus dem Jahr 2015 muss jedes Abkommen, das das iranische Atomprogramm und die Lockerung von Sanktionen betrifft, vom Kongress geprüft werden.

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