Das von US-Präsident Donald Trump als Durchbruch gefeierte Abkommen mit dem Iran stößt selbst in den eigenen republikanischen Reihen auf zunehmende Skepsis. Am 17. Juni unterzeichnete Trump in Versailles ein Abkommen, das er als historischen Erfolg verkauft. Doch die Realität sieht anders aus: Ein echter Frieden mit dem Iran liegt in weiter Ferne, und Trump bereitet offenbar bereits einen Sündenbock für den Fall eines Scheiterns vor.
Zweifel an der Wirksamkeit des Deals
„Dieser Deal ist nicht das, was wir uns erhofft haben“, zitiert ein republikanischer Insider. Selbst innerhalb der Partei wächst die Unzufriedenheit. Kritiker bemängeln, dass das Abkommen zu viele Zugeständnisse an Teheran enthalte und die Sicherheitsinteressen der USA und ihrer Verbündeten nicht ausreichend schütze. Experten weisen darauf hin, dass der Iran weiterhin ballistische Raketen testen und destabilisierende Aktivitäten im Nahen Osten fortsetzen könne.
Trumps Schönfärberei und die Suche nach einem Schuldigen
Trump selbst redet die Verhandlungen schön und präsentiert den Deal als großen diplomatischen Erfolg. Gleichzeitig deutet er jedoch an, dass er bei einem Scheitern die Schuld anderen zuschieben werde. „Wenn das nicht funktioniert, wissen wir, wer verantwortlich ist“, ließ er in einer internen Runde verlauten. Beobachter sehen darin den Versuch, sich für die nächste Wahl zu positionieren und mögliche Kritik von sich fernzuhalten.
Republikanische Abgeordnete fordern Nachbesserungen
Im US-Kongress regt sich Widerstand. Mehrere republikanische Abgeordnete haben bereits Nachbesserungen gefordert. „Wir können es uns nicht leisten, naiv zu sein“, sagte Senator Tom Cotton. „Der Iran hat jahrelang internationale Vereinbarungen gebrochen. Dieses Abkommen muss härtere Durchsetzungsmechanismen haben.“ Auch der ehemalige US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, äußerte sich kritisch: „Trump sollte nicht vergessen, dass wir es mit einem Regime zu tun haben, das die Zerstörung Israels anstrebt.“
Frieden in weiter Ferne
Trotz der Unterzeichnung bleibt die Sicherheitslage im Nahen Osten angespannt. Der Iran hat seine Unterstützung für Milizen in Syrien, Jemen und im Libanon nicht reduziert. Israel und Saudi-Arabien sehen den Deal mit großer Sorge. „Ein Abkommen, das das iranische Atomprogramm nur verzögert, aber nicht beendet, ist ein gefährliches Spiel“, warnte ein israelischer Regierungsvertreter.
Ausblick: Wackliger Deal oder doch ein Erfolg?
Ob Trump den Deal als Erfolg verkaufen kann, bleibt fraglich. Die nächsten Monate werden zeigen, ob der Iran seine Verpflichtungen einhält und ob die USA bereit sind, weitere Zugeständnisse zu machen. Fest steht: Der Weg zu einem dauerhaften Frieden ist noch weit, und die Skepsis – auch in den eigenen Reihen – ist groß.



