St. Patrick's Day im Weißen Haus: Trump stichelt gegen Großbritannien und verwechselt irische Präsidentin
Trump bei St. Patrick's Day: Sticheleien und Verwechslung

St. Patrick's Day im Weißen Haus: Diplomatische Sticheleien und eine peinliche Verwechslung

Anlässlich des traditionellen St. Patrick's Day-Empfangs empfing US-Präsident Donald Trump den irischen Premierminister im Weißen Haus. Während der Feierlichkeiten betonte Trump die enge Freundschaft zwischen Irland und den Vereinigten Staaten, nutzte die Gelegenheit jedoch auch für politische Sticheleien – vor allem gegen Großbritannien.

Kritik am britischen Premierminister Keir Starmer

In seinen Ausführungen ging Trump deutlich auf die Haltung Großbritanniens im Iran-Krieg ein. „Er hat uns nicht unterstützt, und ich halte das für einen großen Fehler“, erklärte der US-Präsident mit Blick auf den britischen Premierminister Keir Starmer. Trump zeigte sich enttäuscht, dass Starmer erst nach dem – aus Trumps Sicht – bereits errungenen Sieg zwei Flugzeugträger entsenden wollte. „Wir wollen, dass solche Dinge vor dem Krieg geschickt werden, nicht nachdem der Krieg gewonnen ist“, so der Vorwurf.

Der Krieg gegen Iran ist allerdings weder beendet noch entschieden, was Trumps Selbstbewusstsein jedoch nicht zu erschüttern scheint. Stattdessen verglich er Starmer unfreundlich mit dem legendären Winston Churchill, dessen Büste er demonstrativ in seinem Büro platziert hatte – im Gegensatz zu seinem Vorgänger Barack Obama.

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Peinliche Verwechslung der irischen Präsidentin

Noch unangenehmer wurde es, als das Gespräch auf die Kritik der irischen Präsidentin am Iran-Krieg kam. Auf die Bemerkung, die irische Präsidentin habe den Krieg als völkerrechtswidrig bezeichnet, reagierte Trump zunächst mit der Frage: „Wer hat das gesagt?“ Als ihm erklärt wurde, es handele sich um das irische Staatsoberhaupt, entgegnete er nur knapp: „Hören Sie, er kann sich glücklich schätzen, dass es mich gibt.“

Offenbar war Trump nicht bewusst, dass Irland mit einer Frau an der Staatsspitze regiert wird – eine peinliche Fehlinformation beim Besuch des irischen Regierungschefs.

Feierliche Freundschaftsbeteuerungen und ein kleines Geschenk

Trotz der politischen Spitzen betonte Trump in seiner Ansprache die historisch gewachsene Verbundenheit beider Länder. „An diesem besonderen Tag versammeln wir uns hier, um eine unglaubliche Freundschaft zwischen Irland und jenem wunderbaren Land zu feiern, das wir die Vereinigten Staaten nennen“, sagte der Präsident. Zum Abschluss überreichte er dem irischen Gast ein traditionelles Geschenk: einen Topf mit Kleeblättern – dem Symbol des St. Patrick's Day.

Der irische Premierminister zeigte sich während der ungewöhnlichen Zusammenkunft zurückhaltend, während Trump einmal mehr demonstrierte, wie er diplomatische Anlässe für eigene politische Botschaften nutzt – und dabei bisweilen wichtige Details übersieht.

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