Doppelmord in Raunheim: Polizei fahndet nach mutmaßlichem Auftragskiller in Warnweste
Doppelmord in Raunheim: Fahndung nach Auftragskiller

Doppelmord in Raunheim: Polizei fahndet nach mutmaßlichem Auftragskiller in Warnweste

In der hessischen Kleinstadt Raunheim ist die Polizei auf der Suche nach einem mutmaßlichen Doppelmörder, der in der Nacht vom 16. auf den 17. März zwei Männer in einem Bistro erschossen hat. Der Tatverdächtige, der in gelber Warnweste und dunkler Arbeitskleidung unterwegs war, konnte trotz einer großangelegten Fahndung mit Spürhunden und Hubschraubern entkommen.

Die tödliche Nacht: Von der Überwachung zur Bluttat

Überwachungskameras zeichneten den korpulenten Unbekannten bereits Stunden vor der Tat auf. Um 22:38 Uhr wurde er in einer Straße gefilmt, mit Kapuze und Handschuhen, wie er kurz vor einer Hauswand stehen blieb. Fünf Stunden später, um 03:42 Uhr, betrat er das Bistro „Onyro“ und eröffnete sofort das Feuer auf den Betreiber Nihat K. (62) und Gast Kenan G. (34).

Nihat K. wurde von mindestens fünf Kugeln im Oberkörper getroffen, Kenan G. von mindestens drei Schüssen. Beide Männer starben noch an Ort und Stelle. Die Ermittler der Staatsanwaltschaft Darmstadt und des Landeskriminalamts (LKA) Hessen haben nun Fahndungsfotos veröffentlicht, in denen der Gesuchte mit markanten Gesichtszügen zu erkennen ist, obwohl die Aufnahmen unscharf sind.

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Mögliche Verbindungen zu Rockergruppen und Drogengeschäften

Nach Recherchen hatten die Opfer enge Kontakte zu den Hells Angels. Wenige Stunden vor der Tat waren Nihat K. und Kenan G. gemeinsam mit Robert T. (41), dem Präsidenten der Gießener Hells Angels, und weiteren Begleitern in einem Frankfurter Nobelrestaurant zu sehen. Als Motiv vermuten die Ermittler einen Streit um verschwundenes Kokain im Wert von rund zwei Millionen Euro.

Die Polizei schließt nicht aus, dass es sich bei dem Täter um einen bezahlten Auftragskiller aus dem Ausland handelt, möglicherweise im Rahmen von „Violence as a Service“ (Gewalt auf Bestellung). Der Verdächtige wurde zeitweise auf einem speziellen Geländefahrrad, einem sogenannten Fatbike mit extrem breiten Reifen, in Raunheim gesichtet.

Großfahndung mit Belohnung und Warnung vor Bewaffnung

Für Hinweise, die zur Identifizierung und Festnahme des Mannes führen, haben die Behörden eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt. Gleichzeitig warnen die Ermittler eindringlich: Der Gesuchte könnte bewaffnet sein. Das LKA nimmt entsprechende Hinweise telefonisch unter 0611 8389 555 entgegen.

Die Fahndung konzentriert sich auf einen korpulenten Mann, der sich in der Tatnacht auffällig lange in Raunheim aufhielt und in gelber Warnweste mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze unterwegs war. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche nach diesem potentiell gefährlichen Verdächtigen.

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