Washington (USA) – Die Zustimmungswerte für US-Präsident Donald Trump (79) sind auf einem historischen Tiefpunkt. Laut einer aktuellen CNN-Umfrage sank seine Popularität auf nur noch 35 Prozent – der niedrigste Wert seit seinem Amtsantritt. Ursachen sind hohe Energiepreise, steigende Lebenshaltungskosten, eine schwächelnde Wirtschaft und die aggressive Zollpolitik, die viele Amerikaner verunsichert. Zudem stoßen die militärischen Auslandseinsätze der USA auf breite Ablehnung in der Bevölkerung.
Denkzettel bei den Midterms erwartet
Die sogenannten Midterms, die in sechs Monaten stattfinden, könnten für Trump zu einer gefährlichen Klatsche werden. Traditionell nutzen die Wähler diese Zwischenwahlen, um dem Präsidenten die Meinung zu sagen oder ihm den Rücken zu stärken. Angesichts der Umfragewerte zeichnet sich ein Denkzettel ab. Laut Pew Research Center verliert Trump vor allem bei der Frage, ob er seine Wahlversprechen hält. Stimmten zu Beginn seiner Amtszeit noch 51 Prozent zu, sind es jetzt nur noch 38 Prozent. Eine CBS-Umfrage ergab, dass drei Viertel der Amerikaner der Meinung sind, Trump habe sich nicht genug um die Senkung der Preise gekümmert.
Zweifel an geistiger Verfassung
Besonders besorgniserregend für den Präsidenten: 61 Prozent der Amerikaner und sogar 30 Prozent seiner eigenen Parteifreunde zweifeln an seiner geistigen Verfassung. Sie geben an, Trump sei „mit zunehmendem Alter unberechenbarer geworden“. Diese Entwicklung könnte die Republikaner und Trump selbst im November teuer zu stehen kommen. Sollten die Demokraten das Repräsentantenhaus, den Senat oder beide Kammern zurückerobern, würde das für Trump ungemütlich.
Krisenmodus im Weißen Haus
Berichten der „Washington Post“ zufolge bereitet sich das Weiße Haus bereits auf eine mögliche Niederlage vor. Rechtsberater des Präsidenten briefen hochrangige Beamte in vertraulichen Sitzungen über die zu erwartende verstärkte Kontrolle durch die Demokraten. Es gibt konkrete Handlungsanweisungen für den Fall von Kongressuntersuchungen, Anhörungen und Vorladungen. Auch ein mögliches Amtsenthebungsverfahren wird bereits diskutiert. Hintergrund sei vor allem Trumps martialische Drohung, die iranische Zivilisation „auszulöschen“. Trump selbst scheint mit einem solchen Schritt zu rechnen. Schon vor Monaten sagte er zu Parteifreunden: „Wenn wir die Midterms nicht gewinnen, werden sie (die Demokraten, d. Red.) einen Grund finden, mich anzuklagen.“
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