Schweinsteiger weist Rassismus-Vorwurf nach WM-Spiel zurück
Schweinsteiger weist Rassismus-Vorwurf zurück

Bastian Schweinsteiger hat sich erstmals öffentlich zu den Rassismus-Vorwürfen geäußert, die nach dem WM-Spiel Deutschlands gegen die Elfenbeinküste (2:1) aufgekommen waren. In einer von der ARD verbreiteten Stellungnahme erklärte der Weltmeister von 2014: „Ich habe über Fußball gesprochen, nicht über Menschen. Das ist eine Fußballanalyse. Nicht mehr und nicht weniger. Auf keinen Fall wollte ich jemandem zu nahe treten.“

Hintergrund der Kontroverse

Der TV-Experte war in der ARD-Sendung nach dem Spiel kritisiert worden, weil er den Spielstil der Elfenbeinküste als „ein bisschen afrikanischer Fußball natürlich, der manchmal so ein bisschen unorthodox ist, ein bisschen wild ist, bisschen vielleicht auch manchmal nicht ganz so von der Taktik geprägt ist“ beschrieben hatte. Er fügte hinzu: „Wir müssen uns einstellen, dass es unberechenbar wird manchmal.“ Diese Aussagen stießen auf heftige Kritik, insbesondere beim ivorischen Trainer Emerse Faé.

Reaktionen aus dem Lager der Elfenbeinküste

Emerse Faé (42), Trainer der Ivorer, zeigte sich enttäuscht von Schweinsteigers Kommentaren. „Das ist traurig. Wir könnten es rassistisch nennen. Als ich seinen Kommentar gehört habe, war ich enttäuscht. Ich habe keine andere Möglichkeit, als das zu akzeptieren“, sagte Faé.

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Die ARD-Sportkoordination unter Axel Balkausky (64) stellte sich hingegen schützend vor Schweinsteiger. „Bastian Schweinsteiger hat sich zu seinen Erwartungen des Spielstils der Mannschaft der Elfenbeinküste geäußert. Darin hat er seine Erfahrungen und Beobachtungen der letzten Spiele zusammengefasst“, erklärte Balkausky. Er betonte, es sei nicht um die Menschen, sondern um eine fußballerische Einordnung gegangen: „Darin und auch in der Wortwahl kann ich keine Form von Rassismus entdecken.“

Hoffnung auf persönliches Gespräch

Der Sportkoordinator zeigte sich zuversichtlich, dass ein direkter Austausch zwischen Schweinsteiger und Faé die Situation klären könnte. „Wenn sich der Trainer der Elfenbeinküste, Emerse Faé, direkt mit Bastian austauschen würde, wäre sein Verdacht in kürzester Zeit revidiert – da bin ich mir sicher“, so Balkausky. Er hoffe, dass es im Laufe des Turniers noch zu einer solchen Gelegenheit komme.

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