US-Außenminister Marco Rubio hat die nachträgliche Aufhebung der Roten Karte gegen US-Stürmer Folarin Balogun bei der Fußball-Weltmeisterschaft verteidigt. Die ursprüngliche Entscheidung sei ein Fehler gewesen und es sei richtig gewesen, diese rückgängig zu machen, sagte Rubio vor dem Achtelfinale der USA gegen Belgien. Er argumentierte, dass Zeitlupen für solche Überprüfungen ungeeignet seien. „Sie sollten sich diese Dinge in Echtzeit ansehen“, so der Außenminister.
Rubio: Belgien sollte Bestbesetzung wollen
Rubio betonte, dass Belgien nicht wollen könne, ein Spiel zu gewinnen, über dessen Ausgang anschließend wegen des Fehlens des besten US-Torschützen diskutiert werde. „Man möchte doch, dass der Gegner in Bestbesetzung antritt, damit der Sieg nicht auf diese Weise getrübt wird“, sagte er. Der Außenminister räumte ein, kein Fußball-Experte zu sein, aber nach allem, was er von Fachleuten gehört habe, habe Balogun seinen Gegenspieler nicht absichtlich getroffen.
Möglicher internationaler Zwischenfall
Mit Blick auf die Aufregung um den Fall sagte Rubio, vielleicht versuche jemand, einen „internationalen Zwischenfall“ aus der Affäre zu machen. Man werde das Thema eventuell am Dienstag beim Nato-Gipfel mit den Belgiern und den anderen Verbündeten ansprechen. Der belgische Verband hatte von der FIFA eine schriftliche Erklärung gefordert, die jedoch als unzulässig abgewiesen wurde.
FIFA hob Sperre auf Bewährung auf
Die FIFA hatte die Rot-Sperre gegen Balogun nachträglich aufgehoben und zur Bewährung ausgesetzt. US-Präsident Donald Trump bestätigte am Montag, sich in einem Telefongespräch mit FIFA-Präsident Gianni Infantino persönlich für eine Überprüfung der Entscheidung eingesetzt zu haben. Die Aussetzung der Sperre hatte für große Kritik gesorgt, insbesondere aus Belgien.



